Sie sind hier:

Wirtschaft in Corona-Zeiten - Studie: Weniger befristet Beschäftigte

Datum:

Die Zahl der befristet Beschäftigten ist laut IAB-Studie während der Corona-Krise gesunken. Auch die Zahl der Übernahmen in unbefristete Stellen ging demnach zurück.

Archiv: Ein geschlossenes Restaurant in Berlin am 18.03.2020
Die Gastrobranche ist stark betroffen.
Quelle: dpa

Die Zahl der befristet Beschäftigten ist im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Pandemie gesunken. Außerdem wurden weniger befristet Beschäftigte in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen. Das geht aus einer veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor.

Ein durch Corona verstärkter Trend

Demnach ging die Zahl der befristet Beschäftigten zwischen 2018 und 2020 von 3,2 auf 2,4 Millionen zurück. Befristungen verloren schon im Jahr 2019 an Bedeutung, schrieb IAB-Forscher Christian Hohendanner. Diese Entwicklung habe sich mit der Corona-Krise verstärkt. Grund dafür sei vor allem die sinkende Zahl der Neueinstellungen 2020 gewesen - sowohl unbefristete als auch befristete.

Die Zahl der befristet Beschäftigten ist laut IAB-Studie während der Corona-Krise gesunken. Auch die Zahl der Übernahmen in unbefristete Stellen ging demnach zurück.

Beitragslänge:
44 min
Datum:

2019 lagen auch die Übernahmequoten der Studie zufolge noch höher. So sank der Anteil der Übernahmen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im vergangenen Jahr verglichen mit 2019 von 44 auf 39 Prozent.

Befristung gerade in Krisenzeiten ein Problem

Der Anteil der nicht verlängerten Verträge ging leicht von 31 auf 29 Prozent zurück. Der Anteil der Beschäftigten, die den Betrieb nach Auslaufen ihres Vertrags verlassen haben, stieg von 25 auf 32 Prozent.

Besonders im Verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe und in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie zeigte sich demnach dieses Muster.

Befristungen erweisen sich für die Beschäftigten vor allem in Krisenzeiten als Problem, weil sie dann deutlich seltener als Brücke in unbefristete Beschäftigung dient.
IAB-Forscher Christian Hohendanner

Es sei zu erwarten, dass befristete Verträge bei einem erneuten konjunkturellen Aufschwung wieder an Bedeutung gewinnen, und es dann auch wieder mehr Übernahmen gebe

Hubertus Heil (r, SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, und Detlef Scheele, Vorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, geben eine Pressekonferenz zum Thema «Ein Jahr Corona - Bilanz und Perspektiven für den Arbeitsmarkt».

Ein Jahr Corona - Heil: "Pandemie hat Arbeitsmarkt erschüttert" 

500.000 Arbeitslose mehr, Millionen Menschen in Kurzarbeit. Nach einem Jahr Corona zieht Arbeitsminister Hubertus Heil Bilanz.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.