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Kaum Passagiere und Kurzarbeit - Die Pandemie trifft den Luftverkehr hart

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Die Corona-Krise wird zur Airline-Krise: Die Pandemie bringt den Luftverkehr beinahe zum Erliegen. Lesen Sie hier Zahlen und Fakten, wie schwer die Branche betroffen ist.

Die Prognose der Forscher des DLRs (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) aus dem Dezember 2019 klang beeindruckend: Eine Steigerung der Passagierzahlen bis 2040 weltweit auf über 9,4 Milliarden, ein Wachstum der Flüge auf 53 Millionen.

Bereits in den vergangenen Jahren nahm die Zahl der jährlichen Flüge fortlaufend zu – knapp 47 Millionen gab es 2019 in der weltweiten Luftfahrt und auch die Zahl der Passagiere stieg konstant:

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Bis ein Virus dem Ganzen vorerst einen Strich durch die Rechnung machte und der Euphorie ein Ende bereitete. Durch die Angst vor dem Corona-Virus ist die Nachfrage nach Flügen weltweit so rapide eingebrochen wie nie zuvor. Bald folgten Flugverbote für einzelne Länder, die den Passagierflugverkehr mit mehr als 90 Prozent Flug-Streichungen beinahe zum Erliegen brachten.

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Massiv reduzierte Flugangebote gefährden weltweit Arbeitsplätze. Gemäß einer Schätzung sind aufgrund der Pandemie in Spanien 750.000 Stellen in der Airline-Branche bedroht. In Deutschland sind in diesem Wirtschaftsbereich rund 400.000 Arbeitsplätze potentiell in Gefahr. Der Luftfahrtkonzern Lufthansa, Arbeitgeber von 135.000 Menschen, schickte aufgrund der Virus-Krise 87.000 Mitarbeiter weltweit in Kurzarbeit, viele davon fürchten um ihre Jobs.

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Die weltweiten Einreisebeschränkungen aufgrund des Corona-Virus sind offensichtlich: Es ist ruhiger geworden am Himmel. Zu Beginn des Pandemie-Ausbruchs fand ein massiver Einbruch der Flugzahlen statt. Reguläre Linienflüge und Charterflüge wurden gestrichen oder so zusammengelegt, dass sich Flüge lohnten. Durch die Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebes in Nordostasien steigt die Zahl der Flüge bereits langsam wieder an.

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Im März 2020 nahm der Passagierverkehr auf deutschen Flughäfen gegenüber dem Vorjahresmonat 2019 um rund 63 Prozent ab. Mittlerweile steht der Linienluftverkehr wegen der Reisebeschränkungen so gut wie still.

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Weniger Passagiere bedeuten auch weniger Ticketverkäufe. Werden Flüge nicht gebucht, kommt kein Geld in die Kassen. Personalkosten trotz Kurzarbeit, Flughafengebühren, Kosten für andere Dienstleister, eventuell Leasinggebühren - Kosten, die weiter anfallen. Nach Berechnungen des Analyseunternehmens Bernstein Research reicht die Liquidität ab Ende März bei der Lufthansa ohne Neubeschaffung von Mitteln noch für geschätzt 17 Wochen, dann wird es eng.

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Im ersten Quartal 2020 lagen die Umsatzerlöse der Lufthansa bei rund 6,4 Milliarden Euro und sind somit deutlich tiefer als im Vorjahresquartal. Das Adjusted EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) lag bei -1,2 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal werden die Verluste durch Corona wohl deutlich drastischer ausfallen. Die Lufthansa Group rechnet nicht damit, den Kapitalbedarf aus eigenen Kräften decken zu können und verhandelt deshalb mit Deutschland und anderen Ländern über Staatshilfen.

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