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Kampf gegen das Coronavirus - Alle Hoffnung ruht auf Antikörpern

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Weltweit suchen Forscher nach Medikamenten zur Behandlung von Covid-19. Dabei setzen einige auf sogenannte Antikörper. Zur Diagnostik - und für Therapiezwecke.

Wie viele Menschen sind wirklich mit dem Virus infiziert oder infiziert gewesen? Das könnten Antikörpertests beantworten.

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Derzeit scheinen sich die meisten vor allem für die Zahlen der Infizierten zu interessieren. Aber was ist mit denen, die die Krankheit überstanden haben? Oder mit Personen, die infiziert waren, ohne es zu merken?

Antikörpertests könnten auf Covid-19-Infektionen hinweisen

Die Hoffnung liegt daher derzeit auf Antikörpertests, die darüber Aufschluss geben, ob ein Mensch bereits an Corona erkrankt ist. Und damit höchstwahrscheinlich immun wäre.

Das Marburger Unternehmen "Nanorepro" hat bereits reagiert: Es hat Antikörper-Schnelltests im Eiltempo entwickeln lassen. "Das ist ein professioneller Test und darf bisher nur an Fachpersonal wie Ärzte, Apotheker oder Pflegepersonal geliefert werden", sagt Michael Fuchs, Kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens.

Im Video: Die Bundesregierung will sofort nach Vorliegen eines zuverlässigen Antikörpertests Screenings durchführen lassen

So soll der Corona-Schnelltest funktionieren

Schon kleine Mengen Blut sollen ausreichen, um einen Test auf Antikörper durchzuführen. Mit einer Stechhilfe müsse man sich in den Finger stechen, das Blut mit einer Pipette aufnehmen und auf eine Test-Kassette träufeln.

"Durch Zugabe eines Puffers kommt es zu einer Reaktion mit Antikörpern, die in der Test-Kassette enthalten sind", erzählt Fuchs. Nach nur 15 Minuten können zwei Linien erscheinen: "Die IgM-Linie, welche auf eine akute Infektion hindeutet und die IgG-Linie, die auf die durchgemachte Infektion hinweist", sagt Fuchs weiter.

Kommt ein Schnelltest für Jedermann?

Die Nachfrage an den Tests sei gewaltig. "Die Bestellungen kamen teilweise im Zweiminutentakt an", so Fuchs. Der Test soll zehn bis 14 Euro kosten und künftig auch für Privatpersonen erhältlich sein. Dann wohl in Apotheken oder Drogerien. Oder online. 

Dafür fehlt noch die Zulassung. Normalerweise dauere ein solcher Prozess etwa sechs Monate. "Wir hoffen, eine schnellere Zulassung zu bekommen. Wir reichen gerade die notwendigen Unterlagen ein. Bisher haben wir kein Feedback von der Politik bekommen, dass das Ganze schneller zugelassen wird", so Michael Fuchs.

Im Video: So arbeiten Forscher an einem Impfstoff

Die Entwicklung eines Impfstoffs dauert meist viele Jahre. Doch diesmal muss es schnell gehen. Ein Grafikvideo zur Impfstoff-Entwicklung.

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Ein zweites Unternehmen liefert Labortests weltweit

Auch durch die Diagnostiktests von "Euroimmun" lässt sich das Coronavirus nachweisen. Das Lübecker Unternehmen hat zwei Tests entwickelt: Zum einen geht es um die Ermittlung akuter Infektionen, zum anderen um die Suche nach Menschen, die bereits Antikörper entwickelt haben.

Die Firma beliefert seit vergangener Woche Labore und Krankenhäuser auf der ganzen Welt. Das hohe Tempo bei der Test-Entwicklung begründet Unternehmenssprecherin Johanna Fraune vor allem so:

Unsere Entwickler konnten auf ihre Erfahrungen mit anderen Antikörpertests für Corona-Infektionen wie SARS oder MERS ("Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus", Anmerkung d. Redaktion) zurückgreifen.
Johanna Fraune, Unternehmenssprecherin Euroimmun

Im Video: In Berlin wird eine Messehalle zum Krankenhaus für Corona-Infizierte umgebaut

Bis April sollen 1.000 Betten für leichte und mittelschwere Fälle geben.

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Antikörper sollen Entwicklung von Sars-CoV-2 verlangsamen

Doch die Antikörper von Covid-19-Genesenen können möglicherweise auch im Kampf gegen die Krankheit helfen. Daran versucht sich derzeit die Medizinische Hochschule Hannover.

Hier wird nach genesenen Personen gesucht, deren Antikörper genutzt werden sollen, um Corona-Patienten zu helfen. Die Antikörper sollen die Entwicklung des Virus Sars-CoV-2 in den Körperzellen verlangsamen.

Marylyn Addo, Leiterin der Sektion Infektiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, erklärt im heute journal den aktuellen Stand der Impfstoffentwicklung:

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