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BA-Chef Scheele optimistisch - Kein Job-Einbruch trotz Maßnahmen erwartet

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Für November gelten drastische Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, erwartet trotzdem keine deutlich steigende Arbeitslosigkeit.

BA-Chef Detlef Scheele bei einer Pressekonferenz in Berlin.
BA-Chef Detlef Scheele erwartet keine deutliche Zunahme von Arbeitslosigkeit durch die jüngste Verschärfung der Corona-Maßnahmen (Archivbild)
Quelle: dpa

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, blickt vorsichtig optimistisch auf die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Corona-Krise.

Die aktuellen Corona-Einschränkungen bedeuteten "einen Dämpfer" in der Aufwärtsentwicklung am Arbeitsmarkt, die in den vergangenen Monaten stattgefunden habe, sagte Scheele dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Einen Einbruch werden wir voraussichtlich nicht erleben.
Detlef Scheele, Bundesagentur für Arbeit

Voraussetzung dafür sei aber, dass es bei den bislang angepeilten vier Wochen Dauer der aktuellen Maßnahmen bleibe. Überdies fügte Scheele hinzu:

Wir müssen im Kampf gegen das Virus auf Sicht fahren und bei jedem Schritt die wirtschaftlichen und sozialen Folgen mitbedenken.

Andere Experten kamen jedoch zu anderen Einschätzungen als der BA-Chef. Anfang November hatte das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln berechnet, dass der November-Lockdown rund 600.000 Arbeitsplätze kosten würde. Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung kostet er die Wirtschaft rund 19,3 Milliarden Euro.

Fachkräftemangel "genauso wieder da wie vorher"

Zur Entwicklung des Arbeitsmarkts im kommenden Jahr sagte Scheele, in Übereinstimmung mit der Bundesregierung gehe er von 100.000 Arbeitslosen weniger im Jahresdurchschnitt und durchschnittlich 700.000 Kurzarbeitern aus.

An die Unternehmen appellierte der BA-Vorstandsvorsitzende, trotz der Corona-Krise nicht in ihren Ausbildungsanstrengungen nachzulassen. Nach der Pandemie sei der Fachkräftemangel "genauso wieder da wie vorher" und könne sich zu einer "immer schlimmeren Wachstumsbremse" entwickeln.

Über die Lage am Arbeitsmarkt berichtet Frank Bethmann.

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Arbeitsmarkt hatte sich zuletzt von Corona-Krise erholt

Vor der jüngsten Zuspitzung der Corona-Lage hatte sich der deutsche Arbeitsmarkt im Zuge der üblichen Herbstbelebung weiter gebessert. Die Zahl der Arbeitslosen war laut BA-Angaben im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 87.000 auf 2,76 Millionen gesunken, womit die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 6,0 Prozent zurückging.

Gedämpfte Stimmung in Wirtschaft -
Warnschuss vom Ifo-Institut
 

Der Ifo-Geschäftsklima-Index bietet einen kleinen Vorgeschmack auf das, was im Spätherbst und Winter droht, falls die Corona-Zahlen weiter so stark ansteigen.

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von Klaus Weber
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