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Schafft die Bahn die Modernisierung?

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Milliarden für die Schiene - Schafft die Bahn die Modernisierung?

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Die Bahn soll in der Post-Corona-Zeit den Verkehrsinfarkt verhindern und das Klima retten. Der Staat investiert Milliarden. Doch der Ausbau wird dauern, zum Ärger unserer Nachbarn.

Die Eisenbahn soll den Verkehrsinfarkt verhindern und zugleich das Klima retten. Mit einem Milliardenprogramm wird die Deutsche Bahn nun flott gemacht. Die Zeit drängt.

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Die Wirtschaft muss in der Post-Corona-Zeit wieder Fahrt aufnehmen. Da erfährt die Idee eines großangelegten Programms für Konjunktur und Klima unter Ökonomen und Politikern viel Zuspruch. Die Ausbaupläne der Bahn kommen da gerade recht.

Das Problem dabei: Der Weg vom Plan zur Realität kann bei der Deutschen Bahn sehr lang sein. Jetzt rächt sich die Unternehmenspolitik der Vergangenheit: Zigtausend Kilometer wurden in den letzten 25 Jahren stillgelegt. Nur wenige Stellwerke sind computergesteuert, allein 900 Brücken müssen dringend saniert werden. Die Bahn rostet.

Fünf Fakten zum Bahnverkehr:

Bahn-Politik trifft die Nachbarn

Nicht nur zum Frust der Bahnkunden. Auch die Nachbarstaaten sind verärgert. Denn Europas transkontinentaler Güterverkehr aus den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark und Österreich kommt auf deutschen Streckenabschnitten regelmäßig ins Stocken. Die Bundesrepublik im Herzen des Kontinents hat den Ausbau verbummelt. Die wirtschaftlichen Konsequenzen tragen auch die Anrainer.

Österreich und die Schweiz haben längst gezeigt, wie man den Bahnbetrieb zukunftsfähig macht. Jetzt will das "Autoland" im Norden nachziehen. 86 Milliarden Euro sollen in die Modernisierung von Zügen, Schienen, Weichen und Bahnhöfen fließen. Das Ziel: Eine ökologische Bahn, doppelt so viele Fahrgäste bis 2030. Und mehr Güterverkehr soll auf die Schiene. Kann das alles gelingen?

Beim Bahngüterverkehr steht Deutschland auf der Bremse. Während unsere europäischen Nachbarn viel Geld investiert haben, fehlen hierzulande eigene Gütertrassen.

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Schienenausbau wird wohl länger dauern

In einem Uni-Keller der RWTH Aachen versuchen Ingenieure um Prof. Nils Nießen mit mathematischen Modellen zu klären, ob dies realisierbar ist. "Wir möchten alle mehr Verkehr auf die Schiene bringen", sagt er. Doch:

Das Hauptproblem ist, dass wir im Augenblick zu wenig Infrastruktur für die Nachfrage haben.
Prof. Nils Nießen, RWTH Aachen

Nießen ist skeptisch. Er rechnet eher damit, dass die Umsetzung der Ausbau-Pläne "ein paar Jahre länger dauern" werde.

Österreich und Schweiz als Vorbild

In der Schweiz hat man sich auf das Kerngeschäft konzentriert und bereits seit Jahrzehnten massiv investiert, wie Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr in Bern erzählt. So hat das Land seit 25 Jahren alle Verkehrsmittel aufeinander abgestimmt. Jede größere Stadt wird im Halbstundentakt angefahren. Der 12 Milliarden Franken teure Gotthardtunnel schluckt einen großen Teil des Güterfernverkehrs.

Wo sich sonst auf den Bahnhöfen die Menschen drängelten, herrscht nun oft gähnende Leere. Züge fahren zwar, sind oft aber unterbesetzt. Die Bahn droht in rote Zahlen zu rutschen.

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Was den Schweizern der Gotthard-, ist den Österreichern der Brenner-Basistunnel. Das größte europäische Infrastrukturprojekt soll die Alpenrepublik mit Südtirol verbinden und so den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene bringen. Seit Jahren schon wird gegraben.

Kann Deutschland Infrastruktur?

Entscheidend sind aber die Zulaufstrecken im Transitland Deutschland: die Rheintaltrasse bis in die Schweiz und der geplante Brenner-Zubringer durch Bayern. Zahlreiche Bürgerinitiativen versuchen, den Ausbau zu verhindern. Allein 17 trommeln im bayrischen Inntal dagegen. Kann Deutschland noch Infrastruktur?

"Deutschland ist das absolut entscheidende Land für die Qualität im Schienenverkehr", sagt der Schweizer Füglistaler.

So gut wie es Deutschland macht, so gut geht es dem Schienengüterverkehr.
Peter Füglistaler, Direktor des Schweizer Bundesamts für Verkehr

Deshalb sorgten sich laut Füglistaler wohl alle Nachbarstaaten um die Entwicklung in Deutschland. Die Bahn ist am Zug.

Carsten Meyer ist Redakteur beim 3sat-Wirtschaftsmagazin makro.

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