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BIP verliert 6,8 Prozent - Chinas Wirtschaft bricht unter dem Virus ein

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Im ersten Quartal 2020 hat Chinas Bruttinlandsprodukt 6,8 Prozent verloren. Das ist das größte bekannte Minus seit 1992. Und eine schnelle Erholung ist unwahrscheinlich.

In Folge der Coronavirus-Pandemie ist China Wirtschaft erstmals seit Jahrzehnten geschrumpft. Wie das Pekinger Statistikamt an diesem Freitag mitteilte, verkleinerte sich das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 6,8 Prozent.

Es ist der erste negative Wert seit mindestens 1992, als die Volksrepublik damit begann, Wachstumszahlen quartalsweise zu veröffentlichen. Ein ganzes Jahr mit einer schrumpfenden Wirtschaft verzeichnete China zuletzt 1976.

Im Video: Wie China die Maßnahmen langsam lockert

Corona-Maßnahmen haben Chinas Wirtschaft ausgebremst

Vergangenes Jahr war die zweitgrößte Volkswirtschaft noch um 6,1 Prozent gewachsen. Der starke Rückgang verdeutlicht, wie schwer chinesische Unternehmen vom Ausbruch des Coronavirus getroffen wurden.

Die strengen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus hatten die chinesische Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Die Auswirkungen wurden daher besonders im Februar spürbar.

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Erste Erholung beim Export ist schon spürbar

Seit Wochen nehmen Fabriken und Unternehmen die Arbeit langsam wieder auf, wodurch einige Wirtschaftsdaten bereits wieder eine leichte Erholung andeuten. So ließen die am Dienstag veröffentlichten Außenhandelszahlen bereits eine leichte Stabilisierung erkennen. 

Der Rückgang der Exporte fiel im März mit einem Minus von 6,6 Prozent im Vorjahresvergleich zwar noch immer deutlich aus. Der Rückgang war aber nicht mehr so groß wie noch im Januar und Februar.

Im Video: Das Ende der Ausgangssperre in der chinesischen Stadt Wuhan

Experte sieht China weiter im Krisenmodus

"Eine schnelle Erholung der chinesischen Wirtschaft im zweiten Quartal ist in Anbetracht der aktuellen Lage nicht zu erwarten", sagt Max Zenglein, Wirtschaftsexperte beim China-Institut Merics in Berlin.

Die Wirtschaftsleistung komme nach dem Stillstand nur langsam in die Gänge. Zudem werde das Land die Auswirkungen der fallenden globalen Nachfrage erst in den kommenden Wochen voll zu spüren bekommen. "Der Krisenmodus wird auch in China noch eine Weile anhalten", sagt Zenglein. 

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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