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EU-Kommission erlaubt Staatshilfen für Condor

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Coronavirus-Krise - EU-Kommission erlaubt Staatshilfen für Condor

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Die angeschlagene Airline Condor bekommt neue Staatshilfen. Die EU-Kommission hat ein Kreditprogramm der Bundesregierung in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro genehmigt.

Ein Airbus A320 der Fluglinie Condor. Symbolbild
Condor erhält neue Staatshilfen.
Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Die Bundesregierung darf den angeschlagenen Ferienflieger Condor mit einem Kreditprogramm in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro unterstützen. Das hat die EU-Kommission genehmigt. Mit dem Geld sollen die coronabedingten Einbußen der Airline ausgeglichen werden.

"Wir bemühen uns in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten um Lösungen, wie Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften unterstützt werden können", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Warum Condor noch eine Rettung braucht

Die neuerliche Rettung der Condor war im Verlauf der Corona-Krise notwendig geworden: Die polnische Luftfahrt-Holding PGL hatte die bereits im Januar vereinbarte Übernahme des deutschen Ferienfliegers wegen eigener Probleme abgesagt.

Das Frankfurter Unternehmen Condor mit rund 4.900 Beschäftigten und mehr als 50 Flugzeugen war nach der Pleite des britischen Mutter-Konzerns Thomas Cook im September 2019 in ein Schutzschirmverfahren gegangen.

Condor hatte zur Unterstützung im Herbst 2019 einen vom Bund und Land Hessen verbürgten Überbrückungskredit über 380 Millionen Euro bekommen. Condor sei zwei Mal innerhalb knapp eines halben Jahres unverschuldet in Not geraten, sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup am Montag. "Wir sind der Bundesregierung und der Hessischen Landesregierung sehr dankbar für ihre Unterstützung." Der Flugbetrieb sei jetzt wieder gesichert.

Condor für Reisebranche wichtig

Vor der Corona-Krise galt der Ferienflieger besonders wegen seines Angebots zu touristischen Langstreckenzielen in Übersee als unentbehrlich für die Reisebranche, die stets einen Gegenpol zur mächtigen Lufthansa haben wollte. Mit dem fortgesetzten Stillstand erwarten aber die meisten Experten, dass sich der internationale Luftverkehr eher langsam von dem Corona-Schock erholen wird.

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