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Mit so viel Geld können Unternehmen rechnen

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Milliardenhilfe im Shutdown - Mit so viel Geld können Unternehmen rechnen

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Unternehmen, Betriebe, Vereine, Selbständige: Sie sollen im Teil-Shutdown spürbar und schnelle Hilfe bekommen. Das Ministerium erklärt jetzt, wie.

Junge Frau an Laptop
Im Frühjahr kamen Corona-Hilfen bei vielen Soloselbstständigen nicht an. Das soll sich ändern.
Quelle: imago

Laden dicht - zum zweiten Mal nach dem Shutdown im Frühjahr.

Das trifft seit Montag wieder Abertausende. Unternehmer und Beschäftigte von Hotels und Clubs, Restaurants und Kinos, Theatern und Thermen, aber auch zahlreiche Soloselbständige: der Gesangslehrer oder die Kosmetikerin mit eigener Praxis.

Viele dürften noch an den finanziellen Folgen des ersten Shutdowns zu knabbern haben. Auch, weil sie nicht auf die 50 Milliarden Euro schwere Soforthilfe aus dem Frühjahr zurückgreifen konnten oder wollten.

Soloselbstständige haben Soforthilfen nicht genutzt

Denn das Geld vom Staat musste zwar nicht zurückgezahlt werden, durfte aber zumeist nur für fixe Betriebskosten und nicht für die Lebenshaltung verwendet werden. Gerade für Soloselbständige mit eher kleinen Sachkosten, aber vollem Einkommensausfall, war das anscheinend ein Hinderniss. Dass von den bereitgestellten 50 Milliarden des Bundes bis zuletzt nur rund 13,8 Milliarden Soforthilfe ausgezahlt wurden, gilt als Indiz dafür.

"Es wird an alle gedacht", versichert der Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zu den Corona-Hilfen für Unternehmen, die im November schließen müssen.

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Mit dem 10-Milliarden-Euro-Programm für den November soll es nun besser laufen. Im ZDF Morgenmagazin vom Dienstag verweist Finanzminister Scholz auf eine  wichtige Änderung bei der Berechnung der Hilfsgelder:

Wir machen das jetzt fest am Umsatz, um gewissermaßen nicht lauter Abrechnungen prüfen zu müssen und das ist die größte Vereinfachung, die wir bei den Corona-Hilfen bislang zustande gebracht haben.
Finanzminister Olaf Scholz

Wie die Corona-Hilfen berechnet werden

Genaue Details sollen zwar noch in dieser Woche zwischen dem Finanz- und Wirtschaftsministerium geregelt und geklärt werden. Die zentralen Eckpunkte erklärt Dennis Kolberg, Pressesprecher des Bundesfinanzministeriums, so:

"Die Wirtschaftshilfe für November wird als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt. Den Betroffenen soll einfach und unbürokratisch geholfen werden. Dabei geht es insbesondere um die Fixkosten, die trotz der temporären Schließung anfallen.

Um das Verfahren so einfach wie möglich zu halten, werden diese Kosten über den Umsatz angenähert. Bezugspunkt ist daher der durchschnittliche wöchentliche Umsatz im November 2019. Der Erstattungsbetrag beträgt 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes unter Berücksichtigung des EU-Beihilferechts."

Lohnkosten und Kosten für Wareneinkauf würden dabei nicht abgezogen, betont das Ministerium.

Hamsterkäufe (Symbolbild)

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Wird die neue Wirtschaftshilfe gewährt, soll sie mit bereits erhaltenen staatlichen Leistungen für den Zeitraum, wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld oder Überbrückungshilfe, oder mit eventuell späteren Leistungen aus der Überbrückungshilfe verrechnet werden.

Eine Beispielrechnung aus dem Bundesfinanzministerium für einen Gastronomiebetrieb:

300.000 Euro - Umsatz November 2019

225.000 Euro - Davon 75 %

50.000 Euro - Gegebenenfalls minus Kurzarbeitergeld

25.000 Euro - Gegebenenfalls minus Überbrückungshilfen

150.000 Euro - Betrieb erhält vom Bund

Sonderregelungen für Soloselbstständige

Finanzminister Scholz versicherte im ZDF, dass es Sonderregelungen bei Soloselbständigen in der Weise geben soll, dass bei ihnen auch ein Jahresdurchschnitt zur Berechnung herangezogen werden könne - um auf deren oft stark schwankende Monatsumsätze besser zu reagieren.

Die Anträge sollen über die bundeseinheitliche IT-Plattform zur Überbrückungshilfe gestellt werden können. Das Geld stehe jedenfalls bereit, heißt es aus Berlin.

Restaurants schließen nun zum zweiten Mal. Für Gastronomen heißt es weiterzukämpfen - gegen das Virus, für die Gäste und das eigene Geschäft.

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