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Nach Einbruch wegen Corona - Deutsche Wirtschaft wächst im Rekordtempo

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Nach dem Einbruch wegen der Corona-Krise im Frühjahr hat sich die deutsche Wirtschaft erholt. Doch der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes im Sommer ist nur eine Momentaufnahme.

Container wird von Kran im Hamburger Hafen verladen
Die deutsche Wirtschaft erholte sich im dritten Quartal.
Quelle: dpa

Die deutsche Wirtschaft ist nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr auf Erholungskurs. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal kräftig um 8,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte.

Damit ist Europas größte Volkswirtschaft allerdings noch nicht über den Berg. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019, dem Vierteljahr vor der globalen Corona-Krise, lag das BIP um 4,2 Prozent niedriger.

Aufschwungstempo lässt langsam nach

Getragen wurde das Wachstum im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal den Angaben zufolge von höheren privaten Konsumausgaben und stark gestiegenen Exporten. Zudem investierten Unternehmen mehr in Maschinen und andere in Ausrüstungen. Im zweiten Vierteljahr war das BIP dramatisch eingebrochen, nachdem das öffentliche Leben coronabedingt in weiten Teilen heruntergefahren worden war.

Den weitreichenden Corona-Maßnahmen im November blicken Hoteliers und Solo-Selbstständige besorgt entgegen. Dabei will die Regierung Umsatzverluste ausgleichen. Woher kommt die Sorge?

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Das Tempo der Erholung hatte zuletzt allerdings nachgelassen. Steigende Corona-Neuinfektionen und der jüngst beschlossene Teil-Lockdown im November könnten den Aufschwung Ökonomen zufolge zum Jahresende ausbremsen. Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, erwartet deutliche wirtschaftliche Einbußen für die deutsche Volkswirtschaft.

Die Schäden dürften zwar kleiner ausfallen als während des Lockdowns in den Monaten März und April. Allerdings werde das Wachstum im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal vermutlich zum Stillstand kommen. Die deutsche Industrie rechnet damit, dass die Beschränkungen die Wirtschaftsaktivität und Verbraucherstimmung im November stark beeinträchtigen werden.

Paragraph 42 - Insolvenz, steht auf einem Merkblatt. Experten rechnen mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzverfahren in der deutschen Wirtschaft.

Trotz Milliarden-Nothilfe - Wirtschaftsexperten erwarten Insolvenzwelle 

Die Nothilfen des Bundes in Höhe von zehn Milliarden Euro für betroffene Branchen könnten nach Ansicht von führenden Ökonomen nicht ausreichen. Man rechnet mit 24.000 Insolvenzen.

Prognose für 2020 angepasst

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hebt die Konjunkturprognose für das laufende Jahr trotz des Teil-Lockdowns im November leicht an. Wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, wird mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 5,5 Prozent gerechnet. Anfang September hatte das Wirtschaftsministerium noch ein Minus von 5,8 Prozent vorhergesagt.

Ende April war noch mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 6,3 Prozent gerechnet worden. Zugleich hieß es aber:

Nur wenn es uns gelingt die Kurve der Neuinfektionen wieder abzuflachen, kann sich der Erholungsprozess unserer Wirtschaft dauerhaft fortsetzen und schwerer Schaden für Unternehmen und Beschäftigte verhindert werden.

Altmaier hat zudem vor neuen Belastungen für Firmen gewarnt sich gegen Steuererhöhungen ausgesprochen. Er wandte sich erneut gegen ein von der SPD gefordertes Recht auf Homeoffice. Ein Rechtsanspruch passe nicht in die Landschaft, es sei eher ein "Belastungsmoratorium" für die Wirtschaft notwendig.

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