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Gewerkschaft und Corona - DGB-Chef im ZDF: "Erheblicher Druck"

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Erstmals findet der "Tag der Arbeit" nicht öffentlich statt, sondern digital. Corona fordert den DGB stark heraus. "Es besteht erheblicher Druck", so DGB-Chef Hoffmann im ZDF.

Es besteht natürlich "erheblicher Druck auf den Arbeitsmarkt", sagt DGB-Chef Reiner Hoffmann im ZDF heute journal. Viele Menschen hätten aber ihren Job "nicht ganz verloren, sie seien in Kurzarbeit". Das zeige aber auch, dass "Kurzarbeit dazu beiträgt, dass Menschen nicht arbeitslos werden".

Ob die 26 Milliarden Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in der Beschäftigungskrise wirklich lange reichen werden, "hängt vom Verlauf der Krise ab". Hoffmann fügt hinzu:

Die Kassen der BA sind gut gefüllt. Es ist an uns, den behutsamen Einstieg ins Arbeitsleben zu organisieren. Gundsätzlich sind wir gut gerüstet.
Reiner Hoffmann, DGB-Chef

Bei den Arbeitgebern gebe es auch ganz unterschiedliche Situationen. In Gaststätten und Kneipen finde keine Arbeit statt. Viele Betriebe hätten daher Angestellte und Arbeiter in Kurzarbeit geschickt.

Hoffmann: "In ein paar Wochen aus der Krise"

Der Gewerkschaftschef geht aber davon aus, dass die Wirtschaft "in ein paar Wochen aus der Krise und in Fahrt" komme. Dann müssten die Firmen die Arbeiter nicht wieder neu einstellen. "Missbrauch ist natürlich nicht ausgeschlossen".

Die meisten Unternehmenszahlen seien düster, die Tarifrunden erst mal ausgesetzt, da sei "für Tariferhöhungen keine Zeit und kein Platz". Hoffmann geht aber davon aus, "dass wir nach dem Sommer Perspektiven haben. Wir müssen natürlich grade den Gürtel enger schnallen. Dann aber gilt es, möglichst rasch in den Normalbetrieb zu kommen und dann müssen natürlich die Arbeitnehmer beteiligt werden". Er fügt hinzu:

Wer im Abschwung mitgelitten hat, muss am Aufschwung teilhaben können. Ich bin verhalten optimistisch".
Reiner Hoffmann, DGB-Chef

Nach der ganzen Zeit, in der viele Menschen im Homeoffice gearbeitet hätten, sei aber auch klar, dass "die Arbeitswelt der Zukunft digital ist". "Mobiles Arbeiten darf aber nicht zur Entgrenzung führen, da müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden".

Der 1. Mai sei beruflich natürlich der wichtigste Tag im Jahr. Dennoch "haben wir früh entschieden, dass wir unter diesen Bedingungen nicht auf die Straße gehen. Wir gehen online. Solidarität heißt Abstand halten". Er gehe davon aus, dass "wir Riesenzuspruch bekommen.

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