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"Noch lange nicht aus der Krise raus"

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Dehoga-Präsident Zöllick - "Noch lange nicht aus der Krise raus"

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Das Hotel- und Gaststättengewerbe hat enorm in der Corona-Krise gelitten - heute zieht die Branche Bilanz. "Es gibt erhebliche Umsatzverluste", so Verbandspräsident Zöllick im ZDF.

Dehoga-Präsident Guido Zöllick informiert über die aktuelle Lage im Hotel- und Gaststättengewerbe. Wie sind die weiteren Aussichten der Branche?

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4 min
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Die Corona-Krise hat das Hotel- und Gaststättengewerbe besonders hart getroffen. Monatelang waren Kneipen dicht und Hotels leer - noch immer hat sich der Betrieb nicht erholt. Viele sehen ihre Existenz durch die Krise gefährdet.

Insbesondere, weil der Tourismus fehlt. Zwar konnten Hotels teilweise davon profitieren, dass mehr Menschen in Deutschland Urlaub gemacht haben, doch insgesamt sind viele für die Branche wichtige Veranstaltungen ausgefallen.

"Erhebliche Umsatzverluste" in Hotels und Gastronomie

Heute, rund sechs Monate nach dem Beginn der Pandemie in Deutschland, will der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga eine Zwischenbilanz ziehen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Mehr als 82 Prozent der befragten Betriebe sehen ihre Existenz durch die Krise gefährdet.

In den Monaten März bis Anfang Juni seien die Umsätze in den Hotels etwa um 48 Prozent gesunken, in der Gastronomie um 38 Prozent. Gründe für die erheblichen Umsatzverluste seien die entsprechenden Abstandsregelungen und Corona-Vorschriften, so Dehoga-Präsident Zöllick im ZDF Morgenmagazin.

Discotheken, Clubs und Bars besonders hart betroffen

Besonders dramatisch ist die Lage dem Verband zufolge in der Stadt- und Tagungshotellerie sowie bei den Eventcaterern, Diskotheken und Clubs. Viele der Betriebe sind seit März geschlossen - hier liegen die Umsatzverluste bei 100 Prozent.

Es ist überhaupt nicht möglich, zu öffnen.
Guido Zöllick, Dehoga-Präsident

Obwohl der Sommer besser verlaufen sei als erwartet, gäbe es noch immer erhebliche Umsatzverluste. Viele der Mitarbeiter waren und sind in Kurzarbeit, die Branche hofft weiterhin auf die Unterstützung der Politik.

"Es gibt keine Gewinner" in der Branche

Jüngst hatte der Berliner Dehoga-Landesverband die Debatte um Heizpilze in Gastro-Außenbereichen mit der Forderung angefacht, diese im Herbst trotz ihrer Umweltschädlichkeit aufstellen zu dürfen, um Gäste draußen länger bewirten zu können.

Die Außengastronomie sei extrem beliebt bei den Gästen, so Zöllick. Wenn der Einsatz von Heizpilzen dazu führt, dass Gäste die Gastronomie weiterhin im Winter besuchen, dann sei dies ein "probates Mittel".

Archiv: Gäste vor dem Restaurant - Etienne - am Kollwitzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg während der ersten Sonnenstrahlen

Heiße Diskussion in Coronakrise -
Zulassung von Heizpilzen gefordert
 

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) setzt sich für eine bundesweite Zulassung der in vielen Kommunen verbotenen Heizpilze in den Außenbereichen von Gaststätten ein.

von Manfed Kessler

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