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Kleinanleger und Corona - Sind die Börsen über den Berg?

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Die Corona-Krise birgt für die Aktienmärkte viele Risiken: Zuerst die Talfahrt an den Börsen - jetzt geht es wieder deutlich bergauf. Was heißt das für Kleinanleger?

Börsenhändler an der Börse in Frankfurt/Main
Börsenhändler an der Börse in Frankfurt: Der Dax hat im Vergleich zum März schon wieder 30 Prozent aufgeholt.
Quelle: DPA


Nach dem Lockdown-Einbruch haben sich die Märkte beeindruckend rasch wieder erholt.

Hat der Dax die Corona-Pandemie schon hinter sich gelassen?

Jein: Mitte Februar erreichte der Deutsche Aktienindex einen Höchstwert von 13.795 Punkten, als Corona nur ein fernes Problem schien. Im März ging es für den Dax um bis zu 40 Prozent abwärts auf 8.256 Punkte.

Seit diesem Sechseinhalbjahrestief hat er bis Ende April wieder mehr als 30 Prozent dazugewonnen. Viele Händler glauben, der Höhepunkt der Pandemie sei überschritten.

Wie passt das zu den dramatischen Einbrüchen in der Realwirtschaft?

Die Märkte setzen auf die billionenschweren Hilfspakete der Notenbanken und Regierungen weltweit, die Nachrichten über das Zurückdrängen der Pandemie und die schrittweisen Aufhebungen der Pandemie-Beschränkungen.

Das Institut für Weltwirtschaft geht davon aus, dass der Konjunktureinbruch als Folge des wochenlangen wirtschaftlichen Stillstands zwar heftig wird, die Wirtschaft sich dann aber wieder erholt.

Sind die Börsen also über den Berg?

Jein: Den Anlegern stehen vor einem endgültigen Aufschwung noch viele Rückschläge bevor, gerade weil die Erholung seit Mitte März so schnell ging - ein wenig schneller, als die tatsächliche Erholung in der Wirtschaft. Anleger müssen in diesem Jahr noch mit einer ordentlichen Achterbahnfahrt an der Börse rechnen.

Die gute Nachricht ist: So tief wie im März werden die Börsen zumindest aus heutiger Sicht wahrscheinlich nicht mehr fallen. Dafür gibt es allerdings eine wichtige Voraussetzung: Die Pandemie darf nicht im Herbst erneut ausbrechen.

Wann sollte man wieder in den Markt einsteigen?

Wenn die Werte von Aktien runtergehen, haben sie sich in der Vergangenheit oft als Kaufgelegenheiten erwiesen. Seit der Finanzkrise 2008 hat der Dax 109 Mal ein neues historisches Rekordhoch erklommen.

Erreicht der Dax so ein Rekordhoch, heißt es schnell, dass Aktien zu teuer sind. Fällt der Dax dagegen, verhindert die negative Stimmung oft den Aktienkauf. Was heißt das für Kleinanleger: Gerade weil jetzt für viele Sparprodukte sehr niedrige Zinsen gezahlt werden, kann es sich lohnen, Aktien zukaufen. Wichtig dabei: einen langem Atem haben, um Verluste mit der Zeit aussitzen zu können.

Wie sollten Kleinanleger sich aufstellen?

Nicht nur in Krisenzeiten empfiehlt sich eine möglichst breite und eher globale Ausrichtung des Portfolios. Es sollte Werte aus unterschiedlichen Branchen und Regionen beinhalten.

Werte aus den Sektoren Technologie und Medizintechnik dürften von der Corona-Pandemie profitieren. Der Dienstleistungssektor inklusive Gastronomie und Touristik wird aller Voraussicht nach langsamer wieder in die Gänge kommen.

Doris Ammon ist Redakteurin beim 3sat-Wirtschaftsmagazin makro.


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17.09.2021
Videolänge
2 min
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