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So setzen Arbeitnehmer Homeoffice-Kosten ab

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Corona-Krise - So setzen Arbeitnehmer Homeoffice-Kosten ab

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Zwischen Müslischale und Kaffeetasse liegen nun auch Laptop und Smartphone auf dem Küchentisch: Das Homeoffice ist Corona-Alltag geworden. Wann lassen sich die Kosten absetzen?

Der Alltag einer sechsköpfigen Familie ist normalerweise top strukturiert. Doch seit Corona ist alles anders: Vier Kinder zu Hause, die Mutter im Homeoffice und der Vater im Job noch mehr gefordert. Wie organisiert sich die Großfamilie in diesen Zeiten?

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Coronabedingt heißt es derzeit: Homeoffice statt Arbeitsstätte. Aber was ist mit den Kosten? Ein Überblick.

Rechtssprechung ist eindeutig

Der Bundesfinanzhof entschied 2016, dass Aufwendungen für "einen in die häusliche Sphäre eingebundenen Raum, der mit einem nicht unerheblichen Teil seiner Fläche auch privat genutzt wird" nicht als Betriebsausgaben beziehungsweise Werbungskosten berücksichtigt werden.

Einen Schreibtisch im Durchgangszimmer oder die Arbeitsecke im Wohnzimmer akzeptiert das Finanzamt also nicht. Anerkannt wird das häusliche Arbeitszimmer nur, wenn es sich um einen abgeschlossenen Raum handelt, der wie ein Büro eingerichtet ist und fast nicht privat benutzt wird.

Joachim Bühler, Geschäftsführer beim TÜV- e.V. erklärt, dass Kriminelle Unsicherheiten im Homeoffice ausnutzen. Besondere Vorsicht sei geboten.

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Ausgaben als Werbungskosten absetzbar

Ist das Arbeitszimmer Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit, können die Kosten als Werbungskosten abgesetzt werden. In der Regel ist das nur bei Freiberuflern der Fall. Werden die Voraussetzungen erfüllt, können Aufwendungen für etwa Miete, Grundsteuer, Versicherungen oder Müllabfuhrgebühren anteilig geltend gemacht werden.

Wer ein Arbeitszimmer in seinem Haus oder Eigentumswohnung eingerichtet hat, kann die auf das Arbeitszimmer entfallenden Kreditzinsen steuerlich geltend machen.

Bei manchem fehlt es zu Hause an Leitungen und Rechnern.

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Macht das Arbeitszimmer beispielsweise 20 Prozent der Wohnfläche aus, können 20 Prozent der Kosten abgesetzt werden. Ausgaben für die Büro-Ausstattung können in voller Höhe berücksichtigt werden. Wenn mehrere Personen ein häusliches Arbeitszimmer nutzen, kann jeder von ihnen seine Aufwendungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen.

Kosten für Ausstattung der Arbeitsecke werden akzeptiert

Wer sich nur eine Arbeitsecke eingerichtet hat, kann diese Kosten nicht geltend machen. Hier wirkten sich nur Arbeitsmittel wie Computer, Schreibtisch oder Bürostuhl steuermindernd aus, erklärt Klocke. Hat der Gegenstand weniger als 800 Euro netto gekostet, kann er im Jahr der Anschaffung von der Steuer abgesetzt werden.

Teurere Dinge müssen über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Kosten für den jetzt dienstlich genutzten Telefonanschluss können mit maximal 20 Euro im Monat als Werbungskosten abgesetzt werden. Alternativ können auch Arbeitgeber die Kosten pauschal steuerfrei erstatten.

Arbeitssituation dokumentieren

Wer kein eigenes Arbeitszimmer hat, sollte sich nicht entmutigen lassen. Der Bund der Steuerzahler und die Vereinigte Lohnsteuerhilfe wollen sich dafür einsetzen, dass die Bestimmungen zur steuerlichen Anerkennung von heimischen Arbeitsplätzen angesichts der Corona-Krise gelockert werden.

Beschäftigte, die jetzt im Homeoffice arbeiten, sollten sich für die Steuererklärung 2020 vorbereiten: "Machen Sie ein Foto von ihrer Arbeitssituation", rät Klocke. Arbeitnehmer sollten sich eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers ausstellen lassen, in welchem Zeitraum im Homeoffice gearbeitet werden musste.

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