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Wie Corona die Büroarbeit umkrempeln wird

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Homeoffice dank Pandemie - Wie Corona die Büroarbeit umkrempeln wird

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Corona hat die Menschen aus dem Büro und ins Homeoffice getrieben. Nun, wo klar, ist, dass das funktioniert - könnte es im Grunde auch so bleiben. Twitter macht den Anfang.

Frau arbeitet im Homeoffice
Homeoffice: Bald nicht mehr wegzudenken?
Quelle: dpa

Das Büroleben wird nach der Coronavirus-Krise nie mehr so sein wie früher. Wenn Beschäftigte rund um die Welt früher oder später an ihre Schreibtische zurückkehren, werden sie als Konsequenz aus der Pandemie viele Veränderungen vorfinden. Wenn sie denn zurückkehren.

Arbeitgeber gezwungen Lösungen zu entwickeln

Die Covid-19-Krise könnte manche Trends zu Arbeitsplätzen stoppen, an denen sich Beschäftigte auf einem Raum Seite an Seite tummeln. Viele Technologie-Startups haben das bevorzugt, um die Arbeitsatmosphäre legerer zu gestalten und ein kreatives Umfeld zu schaffen.

Auch Arbeitssoziologe Norbert Huchler sieht in den neuen Gegebenheiten eine Chance, alte Blockaden aufzubrechen: "Blockaden, die immer vorgeschoben wurden, wie Datenschutz oder 'Wir haben keine technische Ausstattung.' Oder wie ist es dann mit dem Arbeitsschutz und Ergonomie?" Dies seien alles wichtige Fragen, erklärt er gegenüber ZDFheute, doch nun seien Arbeitgeber gezwungen Lösungen zu entwickeln.

Arbeitsforscher Norbert Huchler iim Interview

Beitragslänge:
2 min
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Twitter: Mitarbeiter dürfen "für immer" ins Homeoffice

Twitter macht es vor: Der Kurznachrichtendienst wird seinen Mitarbeitern erlauben, auch nach dem Ende der Corona-Krise uneingeschränkt im Homeoffice zu arbeiten:

Wenn unsere Beschäftigten in einer Rolle und Lage sind, die es ihnen erlauben, von Zuhause aus zu arbeiten, und sie für immer damit weitermachen wollen, werden wir das möglich machen.

Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass es funktioniert, wenn Menschen an verschiedenen Orten zusammenarbeiteten. Twitter gehörte zu den ersten Unternehmen, die nach Ausbruch der Pandemie die Mitarbeiter ins Homeoffice schickten. Und das ist nicht alles: Sie könnten nun auch bis zu 1.000 Dollar für ihre Homeoffice-Ausstattung ausgeben, berichtete die Website "Buzzfeed".

Gar keine Büro-Kosten mehr nötig?

Andere Betriebe haben nun erkannt, dass sie überhaupt kein Büro benötigen, dass es auch gut oder vielleicht sogar besser aus der Entfernung geht und dazu dann auch noch die Miete eingespart werden kann.

Das Management beim Teamarbeit-Startup Range in San Francisco hatte vor der Pandemie den Büromietvertrag gekündigt und wollte größere Räumlichkeiten suchen.

Dann kamen die Ausgangsbeschränkungen und das lief so gut, dass man sich dazu entschloss, es auf unbegrenzte Zeit dabei zu belassen - und eine sechsstellige Mietsumme fiel weg.

Arbeitsforscher warnt vor Gefahren des Wandels

Doch der bevorstehende Wandel könnte neben vielen Freiheiten auch Schattenseiten mit sich bringen. So warnt Arbeitssoziologe Huchler vor Selbstüberforderung und ständiger Erreichbarkeit:

Das Austarieren von Zwängen und Freiheiten ist eine große Herausforderung, wo auch viel psychischer Druck und Burnout-Problematiken herrühren.

Auch laufe man Gefahr, so Huchler, die bestehenden Ungleichheiten zu verstärken - auch zwischen Geschlechtern. Dass plötzlich etwa die Arbeit, die mit den Schülern anfällt, eher Frauen betrifft.

Über eine Studie zur Mehrfachbelastung der Mütter berichtet hier auch unsere Autorin Florence-Anne Kälble:

Eine Mutter arbeitet Zuhause und betreut parallel ihre beiden Kinder am 17.04.2020 in Kaufbeuren

Arbeiten in Corona-Zeiten -
Die Mehrfachbelastung der Mütter
 

Haushalt, Homeoffice, Homeschooling: Eine soziologische Studie zeigt, wie Frauen durch die Corona-Krise belastet sind.

von Florence-Anne Kälble

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