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Globales Wettrennen um Corona-Impfstoff

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Kampf gegen Covid-19 - Globales Wettrennen um Corona-Impfstoff

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Weltweit arbeiten zahlreiche Forscherteams an einem Corona-Impfstoff. Indes schürt der Einsatz eines Medikaments Hoffnung. ZDFheute mit dem Überblick.

Die Mehrheit der Deutschen ist für eine verpflichtende Impfung gegen das neue Coronavirus. Doch einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Und eine überstürzte Entwicklung birgt neue Risiken. Eine Recherche der planet.e-Redaktion.

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27 min
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Während Wissenschaftler weltweit unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 forschen, setzen Mediziner bereits bekannte Medikamente bei Patienten ein, denen das Virus zusetzt. ZDFheute zeigt den aktuellen Stand:

Wie weit ist die Entwicklung von Corona-Impfstoffen?

In einer aktuellen Übersicht listet die Weltgesundheitsorganisation WHO 89 Projekte auf, die über den Globus verteilt an einem Corona-Impfstoff forschen.

Zu den derzeit sieben am weitesten fortgeschrittenen Projekten zählt die WHO jenes des Mainzer Unternehmens Biontech. Dessen Impfstoffkandidat wird seit einer Woche im Rahmen einer klinischen Studie an gesunden Menschen in Deutschland getestet.

Gesundheitsminister Spahn (CDU).

Mittel gegen Coronavirus -
Spahn erwartet keine Impfpflicht
 

Ein Corona-Impfstoff gilt als das zentrale Mittel für den Weg zurück in die gesellschaftliche Normalität. Der Gesundheitsminister erwartet aber keine Notwendigkeit zur Impfpflicht.

Sollten die Tests an zunächst 200 Frauen und Männern positiv verlaufen, könnten ab Sommer mehr Probanden, darunter auch Risikopatienten, in die Studie einbezogen werden.

Was ist von den Impfstoff-Sensationsmeldungen zu halten?

Für internationale Schlagzeilen sorgte zu Beginn der Woche eine Meldung, dass die Briten dank Erfolgen der Universität Oxford womöglich bereits im September einige Millionen Dosen eines neuen Impfstoffes bereitstellen könnten.

Der Biochemiker Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, das in Deutschland für die Prüfung von Impfstoffen zuständig ist, dämpfte im ZDFheute-Interview allerdings die Hoffnung.

Cichutek und andere Experten treten auf die Euphorie-Bremse. "Die Entwicklung eines Impfstoffs ist ein langwieriger, mühsamer Prozess", gibt etwa Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Philipps Universität Marburg, zu bedenken.

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Zwischenfazit: Trotz anhaltender Sensationsmeldungen - auch aus China und den USA - ist mit einem schnellen Durchbruch bei einem Impfstoff gegen das Corona-Virus und mit Massenimpfungen noch in diesem Jahr nicht zu rechnen.

Welche Alternativen für Impfstoffe gibt es?

In einer von der WHO initiierten Vergleichsstudie testen inzwischen zahlreiche internationale medizinische Einrichtungen parallel, inwiefern Medikamente, die etwa für den Einsatz gegen HIV und Malaria entwickelt worden sind, auch im Kampf gegen Covid-19 Erfolg bringen könnten. Deutschland wirkt an dieser Studie mit.

Hoffnung durch US-Studie mit dem Wirkstoff Remdesivir

Das Medikament Remdesivir dringt in Viren ein und soll verhindern, dass diese sich vermehren. Remdesivir könne die Genesungsdauer von Covid-19-Patienten um rund 30 Prozent verkürzen, teilte das Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) am letzten Mittwoch mit. NIAID-Chef Anthony Fauci, der den US-Präsidenten berät, sprach von einem "klaren, signifikanten, positiven Effekt".

Ein begrenzter Einsatz von Remdesivir gegen Covid-19 ist in den USA künftig erlaubt. Offiziell ist das Mittel noch nicht zugelassen. Ursprünglich wurde es gegen Ebola entwickelt.

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Offiziell als Medikament zugelassen ist Remdesivir bisher noch nicht. Sein Einsatz gegen die Lungenerkrankung Covid-19 scheint aber laut Fauci beschlossene Sache zu sein. "Das wird die Standardbehandlung."

Die Mehrheit der Deutschen ist für eine verpflichtende Impfung gegen das neue Coronavirus. Doch einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Und eine überstürzte Entwicklung birgt neue Risiken, eine planet.e-Dokumentation:

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