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Prognose in der Corona-Krise - IWF legt neue Zahlen zur Weltwirtschaft vor

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Die Prognose war schon im Frühjahr nicht rosig: Doch die Zahlen, die der IWF heute in seiner Prognose zur Weltwirtschaft in Corona-Zeiten vorstellen wird, sind noch schlechter.

Ein Wertpapierhändler am 09.03.2020 in Dhaka (Banglsdesch)
Für die Wirtschaft ist Corona noch lange nicht vorbei: Die Zahlen des IWF sind düster.
Quelle: picture alliance / NurPhoto

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird seine Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft an diesem Mittwoch wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie nochmal nach unten korrigieren. Der neue Ausblick werde einen schlimmeren Wachstumseinbruch zeigen als noch im April angenommen, kündigte die Chefvolkswirtin des IWF, Gita Gopinath, jüngst in einem Blog-Eintrag an.

Damals hatte der IWF für dieses Jahr ein Schrumpfen der Weltwirtschaft um drei Prozent prognostiziert, für 2021 rechnete der Fonds wieder mit einer Erholung und einem Wachstum von 5,8 Prozent. Gopinath will die neue Prognose am Nachmittag (MESZ) in Washington vorstellen.

Corona-Krise trifft arme und reiche Länder

Anders als frühere Wirtschaftskrisen treffe die Pandemie fast alle Länder der Welt gleichzeitig, unabhängig von ihrer Größe, Lage oder der Wirtschaftsstruktur, sagte Gopinath. Zum ersten Mal seit der Weltwirtschaftkrise vor rund 90 Jahren würden 2020 Schwellen- und Industrieländer gleichzeitig eine Rezession erleben, schrieb sie und warnte:

Die Krise wird verheerende Konsequenzen für die Armen auf der Welt haben.
Gita Gopinath, IWF

Es gebe derzeit auch keine Garantie für eine schnelle wirtschaftliche Erholung. Für die April-Prognose war der IWF davon ausgegangen, dass die Pandemie im zweiten Halbjahr an Wucht verlieren und die Corona-Beschränkungen daher nach und nach überall gelockert würden.

IWF warnte schon im April vor größerem Einbruch

Der IWF schränkte allerdings ein, dass es ein "bedeutendes Risiko" gebe, dass der Wachstumseinbruch noch stärker ausfallen könnte. Genau dies scheint nun einzutreten, weil die Pandemie die Wirtschaft weltweit immer noch ausbremst - und das nicht nur in den aktuell besonders stark betroffenen Ländern wie den Vereinigten Staaten, Brasilien und Indien. Selbst in China - hinter den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft - bremst das Virus das Wachstum aus.

Der IWF hat seit Beginn der Corona-Krise bereits an viele Entwicklungs- und Schwellenländer Nothilfen vergeben, um deren Wirtschaft und Wechselkurs zu stützen. Die Finanzierungen umfassen bislang rund 25 Milliarden US-Dollar. Zu den größten Empfängern gehörten unter anderem Ägypten, Pakistan, Nigeria und Ghana.

Währungsfonds: Sieben Prozent Rückgang bei deutscher Wirtschaft

Für Deutschland prognostizierte der IWF im April für dieses Jahr ein Schrumpfen der Wirtschaft um sieben Prozent. Zum Vergleich: Die "Wirtschaftsweisen" des Sachverständigenrats der Bundesregierung rechneten in ihrer Prognose vom Dienstag mit einem Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2020 um 6,5 Prozent. In der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 war das BIP um 5,7 Prozent zurückgegangen.

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