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Deutschlands Corona-Alltag in Zahlen

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Drei Monate Kontaktsperre - Deutschlands Corona-Alltag in Zahlen

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Von leeren Supermarktregalen bis zu geplatzten Reisen: Das Coronavirus beeinflusst den Alltag in Deutschland, seit drei Monaten gilt das Kontaktsperre. Ein Überblick in Zahlen.

Im Januar gab es den ersten Corona-Fall in Bayern, im Februar dann den ersten Fall im nordrhein-westfälischen Heinsberg. Nach Heinsberg stiegen die Corona-Infektionszahlen stetig an. Am 23. März trat schließlich die bundesweite Kontaktsperre in Kraft. Den höchsten Tageswert verzeichnete Deutschland mit 6.564 Neuinfektionen am 2. April. Die Grafik zeigt die Zahl der Neuinfektionen im Sieben-Tages-Schnitt:

Inzwischen gibt es mehr als 191.000 bestätigte Corona-Fälle in Deutschland. Wie hat sich das auf den Alltag in Deutschland ausgewirkt?

Desinfektionsmittel und Toilettenpapier? Ausverkauft.

Die Anfänge der Krise: Leere Regale in Supermärkten und Drogerien, viele Waren ausverkauft. Als Erstes scheint es Desinfektionsmittel zu treffen. Noch vor dem ersten bestätigten Corona-Fall in Heinsberg schnellt die Nachfrage in die Höhe. Im Vergleich zu den vorherigen sechs Monaten steigt sie zunächst um 120,4 Prozent, in der darauffolgenden Woche sogar um 721,9 Prozent. Schnell sind Desinfektionsmittel in vielen Läden Mangelware.

Doch nicht nur Desinfektionsmittel bewegen in den ersten Wochen der Corona-Krise die Menschen in Deutschland. "Toilettenpapier" ist das Wort in aller Munde. Bei steigender Nachfrage ist das Produkt plötzlich eine Art Glücksfang für jeden, der eine Packung erwerben kann. Im Sechs-Monats-Vergleich steigt die Nachfrage auf ihrem Höhepunkt um 320,4 Prozent. Auch Mehl, Teigwaren und Seife werden zu ungewöhnlich stark nachgefragten Produkten.

Online-Handel gewinnt, Reisebranche verliert

Während der ersten Wochen der Krise gelten strikte Auflagen. Kitas, Schulen und auch Geschäfte bleiben geschlossen. Für viele Menschen verlagert sich der Lebensmittelpunkt in die eigenen vier Wände. Das hat auch Auswirkungen auf den Online-Handel. Nach Inkrafttreten der Kontaktsperre steigen die Online-Transaktionen rasant an, im Vergleich zum Vorjahr teilweise um 61,2 Prozent.

Negative Auswirkungen hat die Corona-Krise auf andere Sektoren der Wirtschaft. Besonders die Reisebranche ist stark betroffen. Im Nah- und Fernverkehr der Bahn gibt es in diesem März 40 Prozent weniger Fahrgäste als im März des vergangenen Jahres. An deutschen Flughäfen werden im März 62,9 Prozent weniger Fluggäste als noch im Vorjahr gezählt. Und auch Hotels und andere Unterkünften im Gastgewerbe sind betroffen: Im März fällt die Zahl der Übernachtungsgäste in Deutschland um 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Kontaktbeschränkungen gelten weiter

In der Krise brechen auch den Restaurants die Umsätze ein. Nur teilweise können Restaurantbetreiber außer Haus verkaufen. In der Gastronomie fallen deshalb die Umsatzzahlen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 42,4 Prozent. In Hotels und anderen Unterkünften sind die Umsätze in diesem März um 51 Prozent geringer als im März 2019.

In den vergangenen Wochen wurden die Corona-Maßnahmen nun nach und nach gelockert. Viele Urlaubsziele können in diesem Sommer trotz Corona wieder angesteuert werden, Geschäfte haben wieder geöffnet und auch Restaurants dürfen ihre Gäste wieder empfangen. Die Kontaktbeschränkungen gelten jedoch weiter, wie die Bundesregierung zuletzt bekannt gab, denn die Krise sei noch nicht vollständig überwunden.

Der Autorin auf Twitter folgen: @carolineleicht.

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