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Pandemie auf hoher See - Das ist die Corona-Lage bei Kreuzfahrten

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Hurtigruten stoppt nach Corona-Ausbruch Kreuzfahrten. Aida verschiebt den Saisonstart. Ein Tui-Schiff landet indes wohlbehalten in Hamburg. Über die Lage der Branche.

Kreuzfahrtschiffe im Hafen
Quelle: imago/Die Videomanufaktur

Am Wochenende wurde das Coronavirus unter der Besatzung eines Hurtigruten-Passagierschiffs in Norwegen bei 36 Crew-Mitgliedern nachgewiesen. Nun spricht sich der Reisebüro-Verband VUSR für eine allgemeine Testpflicht aus. Die Kosten sollten von den Gästen selbst getragen werden.

Es sollte für den Kreuzfahrtgast eine Testpflicht vor dem Antritt der Reise geben. Wer sich eine Kreuzfahrt leisten kann, kann sich auch das leisten.
Marija Linnhoff, Verbandschefin VUSR zur "Rheinischen Post"

Wie der aktuelle Stand bei den großen Kreuzfahrtgesellschaften ist, sehen Sie hier im Überblick:

Hurtigruten

Nach dem Coronavirus-Ausbruch auf ihrem Kreuzfahrtschiff "Roald Amundsen" bietet die norwegische Reederei Hurtigruten vorerst keine Reisen mit ihren drei Expeditionsschiffen "Roald Amundsen", "Fridtjof Nansen" und "Spitsbergen" mehr an. Zuvor waren 36 Besatzungsmitglieder sowie mittlerweile auch mehrere Passagiere des Schiffes positiv getestet worden.

Auf dem betroffenen Schiff waren rund 380 Menschen an Bord.

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Hurtigruten arbeite eng mit den Behörden zusammen, um die Situation bestmöglich zu handhaben, erklärte Konzernchef Daniel Skjeldam. Ersten Bewertungen zufolge seien beim internen Vorgehen Mängel aufgetreten, die man nun analysiere.

Das ist eine ernste Situation für alle Beteiligten. Wir waren nicht gut genug und haben Fehler gemacht.
Konzernchef Daniel Skjeldam

Die Hurtigruten-Schiffe auf der sogenannten Postschifflinie zwischen Bergen und Kirkenes verkehren dagegen weiter.

Aida

Aida hat den geplanten Neustart von Kreuzfahrten verschoben. Geplante Kurzreisen mit der AIDAperla ab Hamburg wurden bis zum 15.8. abgesagt, die AIDAmar ab Warnemünde kann bis 16.8. nicht starten.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit Behörden und Gesundheitsexperten umfassende Konzepte für den Neustart entwickelt und alle erhöhten Hygienestandards und Corona-Maßnahmen an Bord seiner Schiffe umgesetzt.

Dennoch stehe eine letzte formale Freigabe durch den Flaggenstaat Italien noch aus.

Bis die Corona-Pandemie sie in die Häfen zwang, schipperten rund 300 Kreuzfahrtschiffe über die Weltmeere. Nun starten einige wieder - mit besonders geschultem Personal.

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Tui Cruises

Nach einem dreitägigen Kurztrip mit strengen Auflagen ist das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2" in Hamburg angekommen. Das Tui-Schiff, das coronabedingt nur 1.500 statt 2.900 Passagiere aufgenommen hatte, war seit Freitag ohne Landgang auf der Nordsee unterwegs.

Bei einem Kurztrip am Wochenende zuvor hatte das Schiff nach monatelanger Zwangspause als erstes großes Kreuzfahrtschiff wieder von einem deutschen Hafen abgelegt.

Nach-Corona-Jungfernfahrt mit der "Mein Schiff 2".

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An Bord galt ein strenges Hygiene-Konzept:

  • Crewmitglieder sollten untereinander und zu den Gästen den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten oder Schutzmasken tragen.
  • Die Buffetrestaurants sollten geöffnet sein - den Gästen wurden aber die Speisen angereicht.
  • Bevor die Passagiere an Bord gingen, mussten sie einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und ihre Körpertemperatur messen lassen.

Neustart in der Kreuzfahrt - Corona: Wieder unbesorgt in See stechen? 

Die Kreuzfahrtbranche präsentiert Schiffsreisen mit umfangreichen Schutzmaßnahmen. Wie praxistauglich ist dieses Vorhaben? Ein Virologe und ein Tourismusforscher beziehen Stellung.

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von Florence-Anne Kälble

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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