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Wirtschaft schlägt Alarm - Reisen: Wenn der Lockdown zum Knockout wird

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Reisewarnungen hier, Quarantänevorschriften da - die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie machen der Wirtschaft das Leben schwer. Das gilt nicht nur für den Tourismus.

Archiv, Bayern, Nürnberg: "Fliegen in Zeiten von Corona?" steht auf einer Informationstafel.
Reisen ins Ausland während Corona: Verbände fordern einheitliche Regeln für EU-Staaten.
Quelle: dpa

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft schlagen Alarm: In einem gemeinsamen Schreiben haben die Verbände DIHK, BDA, BDI, Dehoga, DRV, HDE und ZDH die Bundesregierung zum Kurswechsel bei den Corona-Beschränkungen von Auslandsreisen aufgefordert.

Zudem fordern sie eine bessere Koordination der EU-Mitgliedsstaaten untereinander. Pannen bei Corona-Tests, mögliche Änderungen bei Quarantänevorschriften und Reisewarnungen verunsichern zunehmend die deutsche Wirtschaft, weil wichtige Weichen für die Zukunft nicht gestellt werden könnten, heißt es seitens der Verbände.

Weltweiter Handel und Investitionen gehen zurück

Industrie, Handel, Handwerk, Gastgewerbe und die Reisebranche straucheln. Techniker können nicht reisen, Reparaturen bleiben folglich liegen. Das hat Folgen für die Lieferketten. Schon seit gut einem halben Jahr fallen Fachmessen aus, dadurch fehlen wiederum Aufträge.

Für mehr als 160 Länder außerhalb der EU hat die Bundesregierung derzeit eine Reisewarnung verhängt. Vorerst gilt sie bis zum 14. September. Am Mittwoch soll entschieden werden, wie es danach weitergeht.

Wirtschaftsinteressen vs. Gesundheit?

Es ist klar, dass die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie verhängt wurden, sagen die Verbände. Sie fordern aber, dass in Zukunft auch das Wirtschaftsministerium bei der Vorbereitung der Reisebeschränkungen beteiligt werden soll.

Nur so könnten die wirtschaftlichen Interessen mit beachtet werden. Außerdem sorge dies dafür, die unterschiedlichen Situationen verschiedener Länder besser zu beleuchten.

Insolvenzwelle im Herbst befürchtet

Schon vor der Corona-Pandemie war es um manche Unternehmen nicht sehr gut bestellt. Die Handelskriege zwischen den USA und China haben belastet. Viele Unternehmen sind nun von der Pleite bedroht. Das Kapitalpolster ist aufgebraucht und es könnte eine Insolvenzwelle im Herbst folgen.

Einheitliche Tests gefordert

Es gilt, den Flickenteppich innerhalb Europas was Reisebeschränkungen, Tests und Quarantäne angeht, zu vereinheitlichen. Die EU-Kommission will sich schnellstmöglich auf gemeinsame Kriterien und Schwellenwerte für die Einführung von Reisebeschränkungen verständigen.

Wann genau es soweit sein wird, ist offen. Das liegt nun an den einzelnen Mitgliedsstaaten. Wünschenswert wäre eine schnelle Einigung für die deutsche Wirtschaft, denn die EU ist wichtigster Handelspartner von Waren "Made in Germany".

Sina Mainitz ist Redakteurin und Moderation im ZDF-Börsenstudio in Frankfurt.

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