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Lufthansa will im Juni mehr Ziele anfliegen

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Airline in der Krise - Lufthansa will im Juni mehr Ziele anfliegen

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Die wegen Corona schwer angeschlagene Lufthansa will im Juni ihr Flugangebot wieder hochfahren. Am kommenden Freitag will die Airline die Details bekannt geben.

Passagiermaschinen der Fluglinie Lufthansa am 20.03.2020 am Flughafen Frankfurt
Die Lufthansa will so schnell wie möglich wieder durchstarten.
Quelle: epa

Die Lufthansa hat mitten in Verhandlungen um Staatshilfen Pläne für eine Ausweitung des Flugangebots ab Juni konkretisiert. Demnach sollen ab der zweiten Juni-Hälfte ab Frankfurt rund 20 Ziele wieder angeflogen werden - darunter Heraklion auf Kreta, Rhodos, Dubrovnik, Faro, Venedig, Ibiza und Malaga. Die Ferieninsel Mallorca soll ab Mitte Juni deutlich häufiger angeflogen werden.

Eine Sprecherin der Lufthansa bestätigte gegenüber ZDFheute einen Bericht der "Bild am Sonntag". Am Freitag werde der Flugplan veröffentlicht. Ab wann und welche Ziele in Spanien angeflogen werden können, hänge von der dortigen Entwicklung ab.

Bis Ende Juni mehr als 1.800 Verbindungen pro Woche angepeilt

Auf ihrer Webseite teilt die Lufthansa-Group mit, dass sie ihr Angebot bis Ende Juni auf mehr als 1.800 Verbindungen pro Woche hochfahren will, darunter seien 106 Ziele in Deutschland und Europa. Die Airline-Gruppe transportierte im April und Mai gerade noch ein Prozent der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den Verhandlungen zwischen Bundesregierung und Lufthansa über milliardenschwere Staatshilfen steht eine Entscheidung kurz bevor. Ein Rettungsplan des Bundes sieht neun Milliarden Euro Steuergelder vor, um die Airline durch die Krise zu bringen.

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In der ersten Juni-Hälfte werden laut Lufthansa ab Frankfurt bereits Verbindungen nach Hannover, Mallorca, Sofia, Prag, Billund, Nizza, Manchester, Budapest, Dublin, Riga, Krakau, Bukarest und Kiew angeboten. Ab München sind es Münster/Osnabrück, Sylt, Rostock, Wien, Zürich, Mallorca und Brüssel.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich nach Videokonferenzen mit den Nachbar- und Urlaubsländern der Deutschen in der vergangenen Woche zuversichtlich gezeigt, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni zumindest für die EU aufgehoben werden kann.

Lufthansa auf Staatshilfe angewiesen

Wegen der Pandemie kam der internationale Luftverkehr praktisch zum Erliegen. Die Lufthansa ist wegen der Reisebeschränkungen auf Unterstützung vom Staat angewiesen, der dem Konzern mit insgesamt neun Milliarden Euro unter die Arme greifen will. Entsprechende Verhandlungen stehen nach Angaben der Regierung kurz vor dem Abschluss. Den Milliardenkredit muss die Lufthansa nach Informationen der "Bild am Sonntag" erst Ende 2023 zurückzahlen.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, der für die Union die Verhandlungen mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) geführt hat, sagte dem Blatt: "Nach der Krise muss die Lufthansa dynamisch in den internationalen Wettbewerb eintreten können." Dies bedeute auch, "dass der Bund möglichst schnell wieder seine Beteiligungen abgeben muss".

Auch Wirtschaftsminister Altmaier hatte gesagt, eine geplante Staatsbeteiligung werde nur vorübergehend sein. Bei den Verhandlungen über ein Rettungspaket war auch am Sonntag unklar, wann genau es zu einem Ergebnis kommt.

Maschinen der Lufthansa stehen am Flughafen Berlin-Brandenburg.

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von Brigitte Scholtes

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