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Mit Auflagen der EU-Kommission - Lufthansa-Aufsichtsrat nickt Rettungspaket ab

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Der Aufsichtsrat des angeschlagenen Lufthansa-Konzerns hat den Bedingungen des Rettungspakets der Bundesregierung zugestimmt. Das bedeutet: weniger Start- und Landerechte.

Maschinen der Lufthansa in Frankfurt. Archivbild
Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat den Bedingungen des Rettungspaketes zugestimmt.
Quelle: Arne Dedert/dpa Pool/dpa

Der Aufsichtsrat der schwer angeschlagenen Lufthansa akzeptiert die von der EU-Kommission gestellten Auflagen für ein staatliches Rettungspaket. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag nach einer Sitzung des Gremiums mit. Lufthansa muss Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben. Die Hauptversammlung muss dem noch zustimmen.

"Wir empfehlen unseren Aktionären, diesen Weg mitzugehen, auch wenn er ihnen substanzielle Beiträge zur Stabilisierung ihres Unternehmens abverlangt", sagte Kley. Die Anteilseigner sind für den 25. Juni zur Hauptversammlung eingeladen - wegen der Corona-Pandemie via Livestream. Auch die Notifizierung durch die Bundesregierung in Brüssel und die förmliche Genehmigung der EU-Kommission stehen noch aus.

Die Bundesregierung will die wegen der Corona-Pandemie angeschlagene Lufthansa mit neun Milliarden Euro unterstützen, der Großteil des Geldes soll in Form staatlicher Beteiligungen fließen und nicht wie in anderen EU-Ländern als Darlehen.

Der Rettungsplan

Der Rettungsplan sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds im Zuge einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnet, um eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Fluggesellschaft aufzubauen. Zudem sind stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro sowie ein Kredit in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro geplant.

Vorstandschef Carsten Spohr sagte der Mitteilung zufolge, die Stabilisierung der Lufthansa sei kein Selbstzweck. "Gemeinsam mit der Bundesregierung muss es unser Ziel sein, unsere Spitzenposition im globalen Luftverkehr zu verteidigen." Damit ist der Konzern einen großen Schritt weiter gekommen.

In der letzten Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch hatte der Aufsichtsrat die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro noch vertagt. Als Grund hatte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission genannt, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte.

Lufthansa muss vier Flugzeuge abgeben

Die EU-Kommission musste zuvor noch grünes Licht geben und verlangte von der Lufthansa, Start- und Landerechte in Frankfurt am Main und in München abzugeben. Der Lufthansa-Vorstand akzeptierte die Auflagen.

Die Airline wird nach eigenen Angaben jeweils bis zu vier Flugzeuge in Frankfurt und in München abgeben - an die acht Maschinen sind je drei Slots am Tag gebunden, also Start- und Landerechte.

Diese Option steht demnach für zumindest anderthalb Jahre nur neuen Wettbewerbern zur Verfügung. Falls kein neuer Wettbewerber von der Option Gebrauch mache, werde die Option auch auf vorhandene Wettbewerber an den jeweiligen Flughäfen erweitert.

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