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Milliardenverlust durch Corona - Lufthansa kündigt harte Einschnitte an

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Die Lufthansa hat durch die Corona-Pandemie im ersten Quartal einen Millardenverlust gemacht. Um Kosten zu senken, kündigt das Management einen tiefgreifenden Umbau an.

Archiv: Lufthansa-Maschinen mit dem Kranich-Logo stehen am Flughafen Berlin Schönefeld, aufgenommen am 26.05.2020
Die Lufthansa bereitet ihre Mitarbeiter trotz geplanter staatlicher Rettung auf harte Einschnitte vor (Archiv).
Quelle: Reuters

Der Geschäftseinbruch durch die Corona-Pandemie hat der Lufthansa im ersten Quartal einen hohen Verlust eingebrockt. Von Januar bis März summierte sich der Fehlbetrag nach Steuern und Abschreibungen auf 2,1 Milliarden Euro, wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte.

Das Unternehmen kündigte herbe Einschnitte an.

Angesichts der absehbar nur sehr langsam verlaufenden Erholung der Nachfrage müssen wir nun mit tiefgreifenden Restrukturierungen gegensteuern.
Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa

Man wolle die Stückkosten im Vergleich zum Vorkrisenniveau "deutlich" senken, teilte das Management bei der Vorlage der Zahlen in Frankfurt mit.

Genauere Angaben zu einem möglichen Stellenabbau machte die Lufthansa zunächst nicht. Im Zusammenhang mit einer bereits angekündigten Verkleinerung der Flotte hatte Spohr zuletzt von einem rechnerischen Überhang von 10.000 Mitarbeitern gesprochen.

Corona-Krise wohl erst 2023 überstanden

Das Airline-Management erwartet nur eine schrittweise anziehende Nachfrage nach Flugreisen. Nachdem im Mai nur noch drei Prozent der geplanten Flüge abheben konnten, baut die Lufthansa mit ihren Tochter-Airlines Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels Airlines den Passagierverkehr ab Juni schrittweise wieder auf.

Für September erwartet die Gruppe, 40 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität anzubieten. Vor allem die Flüge zu touristischen Zielen sollen ausgebaut werden.

Zum Höhepunkt der Krise blieben 700 der 763 Jets der Flotte am Boden. Im kommenden Jahr sollen noch 300 Flieger außer Betrieb sein, 2022 noch 200. Die Lufthansa rechnet damit, dass die Krise erst 2023 überstanden und die Flotte dann dauerhaft 100 Maschinen kleiner ist.

Rettungspaket benötigt noch Zustimmung der Aktionäre

Wegen des starken Einbruchs erhält die Lufthansa Unterstützung von der Bundesregierung. Das Rettungspaket umfasst neun Milliarden Euro.

Dafür muss der Konzern auf Druck der EU-Kommission 24 Start- und Landerechte an ihren wichtigen Flughäfen in Frankfurt und München an die Konkurrenz abgeben. Die Aktionäre der Lufthansa müssen dem Plan auf einer Hauptversammlung noch zustimmen.

Eine Passagiermaschine von Lufthansa am 26.05.2020 über München

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