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Personalabbau bei "MediaMarktSaturn"

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Elektronikhändler unter Druck - Personalabbau bei "MediaMarktSaturn"

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Neuorganisation bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn: Rund 3.500 Stellen sollen in den kommenden Jahren abgebaut werden - die meisten davon im europäischen Ausland.

Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn am 29.06.2028 in Ingolstadt
Media Markt & Saturn mit großen Problemen: Auch Filialen müssen schließen
Quelle: dpa

Bei den kriselnden Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn sollen rund 3.500 der etwa 45.000 Vollzeitstellen wegfallen. Die Arbeitsplätze würden in den kommenden zwei bis drei Jahren vor allem im europäischen Ausland gestrichen, teilte der Mehrheitseigner der beiden Ketten, die Holding Ceconomy nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit.

Zentrale Führungsstrukturen bei MediaMarktSaturn

Im Mittelpunkt der Neuorganisation stünden über alle Länder hinweg einheitliche Führungsstrukturen und standardisierte Prozesse und Abläufe, teilte der SDax-Konzern mit. Ceconomy wurde bislang sehr dezentral geführt.

Die Neuerungen gelten für die Verwaltungsfunktionen in den Landesgesellschaften ebenso wie für die Organisation der Märkte, hieß es. Dadurch verspricht sich das Management eine höhere Effizienz und niedrigere Kosten.

Auch in den Märkten werde MediaMarktSaturn die Führungsstrukturen europaweit harmonisieren. In jedem der derzeit rund 1.000 Läden soll eine Standardorganisation eingeführt werden.

Schließungen von Filialen

Zudem hatte die Gruppe entschieden, 14 defizitäre Märkte zu schließen. Weitere könnten folgen.

Die Arbeitsplätze sollen in den kommenden 24 bis 36 Monaten wegfallen und die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen sollen "zeitnah" beginnen, hieß es.

Kritik der Gewerkschaft verdi

Die Gewerkschaft verdi hatte die Pläne bereits scharf kritisiert:

Kürzungen und Personalabbau sind Zeugnis von Managementversagen und haben noch nie Unternehmen gerettet.
Orhan Akman, Bundesfachgruppenleiter Handel

Mit dem Umbau erwartet Ceconomy Einsparungen von knapp über 100 Millionen Euro pro Jahr, deren Löwenanteil ab dem Geschäftsjahr 2022/23 wirksam werden soll.

Zunächst aber kostet der Stellenabbau Geld: Die Kosten für die Umsetzung der Pläne beliefen sich voraussichtlich auf insgesamt etwa 180 Millionen Euro, wovon ein signifikanter Teil noch im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 erwartet werde.

Corona verschärft den Druck auf Ceconomy

Ceconomy war durch den hohen Wettbewerbsdruck von Online-Händlern wie Amazon schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in die Krise geschlittert und hatte Stellen gestrichen. Die Corona-Folgen hatten die Probleme aber noch verschärft.

Der Minderheitseigner von MediaMarktSaturn, die Familie Kellerhals, unterstütze die Entscheidung für den Umbau, hieß es weiter. Mit ihr hatte es in der Vergangenheit immer wieder Differenzen in strategischen Fragen gegeben.

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