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Wirtschaftsleistung schrumpft - Corona-Krise drückt Deutschland in Rezession

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Aktuelle Zahlen zeigen, wie die Wirtschaft unter der Pandemie leidet: Das Bruttoinlandsprodukt sinkt so stark wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Doch es gibt einen Lichtblick.

Die deutsche Wirtschaft brach in der Corona-Krise ein. Archivbild
Laut Prognose soll der Wirtschaftseinbruch für das ganze Jahr sogar heftiger ausfallen als nach der Finanzkrise.
Quelle: picture alliance / Christian Charisius/dpa

Export, Privatkonsum und Unternehmensinvestitionen brechen in der Corona-Krise ein: Die deutsche Wirtschaft rutscht in eine Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Größter Einbruch seit der Finanzkrise

Die Wiesbadener Behörde bestätigt damit erste Daten. Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Ökonomen zufolge dürfte das zweite Quartal noch schlechter ausfallen.

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Obwohl die Ausbreitung des Coronavirus die Wirtschaftsleistung im Januar und Februar nicht wesentlich beeinträchtigte, seien die Auswirkungen der Pandemie für das erste Quartal 2020 bereits "gravierend", so die Statistiker.

Die Schließung zahlreicher Geschäfte ab Mitte März zur Eindämmung der Pandemie bremste den Privatkonsum. Die Ausgaben der Verbraucher brachen im ersten Vierteljahr um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal ein. Der Privatkonsum macht gut die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung aus.

Weniger Export, weniger Investitionen

Der Export von Waren und Dienstleistungen verringerte sich im ersten Quartal um 3,1 Prozent. Unternehmen investierten deutlich weniger in Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und andere Ausrüstung (minus 6,9 Prozent).

Gestiegene Bauinvestitionen (plus 4,1 Prozent) und Konsumausgaben des Staates (plus 0,2 Prozent) verhinderten einen noch stärkeren Absturz.

Chinas Staatsführung nennt wegen der Corona-Krise beim Volkskongress keine Wachstumsprognosen für die Wirtschaft, erklärt China-Korrespondent Ulf Röller. In der Bevölkerung herrsche große Unsicherheit.

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Im Sommer könnten die Zahlen noch drastischer ausfallen

Sinkt das BIP zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer "technischen Rezession". Noch heftiger werden die Folgen der Krise nach Einschätzung von Ökonomen im zweiten Vierteljahr sein.

"Die Wirtschaftsleistung dürfte nochmals erheblich niedriger ausfallen als im Durchschnitt des schon gedrückten ersten Vierteljahres", hieß es im jüngsten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank. Diverse Prognosen im Markt gehen von einem Einbruch des deutschen BIP um bis zu 14 Prozent aus.

Unternehmen werden wieder optimistischer

Trotzdem hat sich die Stimmung deutscher Unternehmen etwas aufgehellt.
Wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte, stieg das von ihm erhobene Geschäftsklima im Mai um 5,3 Punkte auf 79,5 Zähler. Der Anstieg ging von einem Rekordtief aus.

Analysten hatten im Mittel mit einem Zuwachs auf 78,5 Punkte gerechnet. Die ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen sorgten für einen Hoffnungsschimmer, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Für das Gesamtjahr rechnete die Bundesregierung zuletzt mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft Europas dürfte demnach um 6,3 Prozent schrumpfen, obwohl es im zweiten Halbjahr wieder aufwärts gehen soll.

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