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Spielend der Krise trotzen - Spielebranche während Corona im Aufwind

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Während einige Wirtschaftsbereiche unter den Corona-Maßnahmen massiv leiden, beflügelt es die Spielebranche. Die größte Brettspielemesse der Welt findet dieses Jahr online statt.

"Geistesblitze: Geld und Gold": Filmszene: Frühes Monopolyspiel aus Stoff.
In Deutschland spielen 5,6 Millionen Menschen regelmäßig Gesellschaftsspiele.
Quelle: ZDF

Die Deutschen sind während der Corona-Krise deutlich mehr zu Hause. Einen Teil dieser Zeit verbringen sie offenbar gerne mit Brett- und Kartenspielen. Das lassen zumindest die Umsätze der Branche vermuten.

So wurden im Vergleich zum Vorjahr beispielsweise 13 Prozent mehr Kinderspiele und sogar 60 Prozent mehr Puzzles gekauft. Beliebt sind auch Logik- und Partyspiele unter Jugendlichen. Diesen Trend beobachten auch Spielgeschäfte:

Wir sind tatsächlich hervorragend durch die Krise gekommen. Die Menschen haben offenbar jetzt nicht nur mehr Zeit, sondern auch mehr Lust auf Brettspiele.
Nadine Pick, Inhaberin des Kölner Spielegeschäfts "Spielbrett"

Allein in Deutschland spielen 5,6 Millionen Menschen regelmäßig Gesellschaftsspiele – mit steigender Tendenz.

Trotz dieser stabilen Nachfrage ist die weltgrößte Messe für Gesellschaftsspiele - gerade für die kleinen Spieleproduzenten - sehr wichtig:

Sie stellen ihre Neuheiten und Prototypen vor und für viele ist die Messe die einzige Chance, ihre kleinen Auflagen zu verkaufen.
Dominique Metzer, Friedhelm Merz Verlag

Spielemesse: Online mit Livestream

Normalerweise kommen um diese Jahreszeit bis zu 200.000 Spiele-Begeisterte nach Essen in NRW. Dieses Jahr findet sie allerdings ausschließlich online statt.

Brettspielefans können vom 22. Oktober bis zum 25. Oktober neue Spiele kennenlernen und mit mehr als 450 Austellerinnen und Ausstellern chatten und sich Spiele genau erklären lassen – und das kostenlos.

Weil mit Zugriffen aus aller Welt gerechnet wird, gibt es Livestreams in vielen verschiedenen Sprachen. In diesem Jahr seien z.B. lateinamerikanische Verlage stärker vertreten als je zuvor.

Branche hofft auf weiteres Interesse in der Corona-Krise

Wer das online nicht möchte, der kann sich über die Messeneuheiten auch in diversen Fachgeschäften informieren, zum Beispiel im Kölner Spielbrett. Mark Broichhagen aus Niederkassel ist deswegen mit seinem Sohn gekommen. Er interessiert sich vor allem für kooperative Spiele, die man gemeinsam und nicht gegeneinander spielt.

Ein Trend der diesjährigen Messe: "Wir sind eh eine Familie, die viel spielt. Jetzt in der Corona-Krise ist es nochmal mehr geworden". Hermann Hutter, Vorsitzender der Spieleverlage e.V., geht sogar davon aus, dass Spiele die Menschen wieder langfristig begeistern wird.

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

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