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Präventive Corona-Tests - Post will 10.000 Mitarbeiter testen lassen

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Die Deutsche Post will als erster deutscher Konzern viele Tausend Mitarbeiter ohne konkreten Anlass auf Covid-19 testen lassen. Das Testvorhaben im Detail.

Die Deutsche Post bemüht sich um Sonntagszustellung. Archivbild
Die Deutsche Post startet ein prophylaktisches Corona-Testprogramm mit mehr als 10.000 Beschäftigten.
Quelle: picture alliance / dpa

Tausende Mitarbeiter der Deutschen Post sollen auf Covid-19 getestet werden - prophylaktisch und ohne konkreten Anlass. Ein Vorstoß, der unter deutschen Konzernen beispiellos ist. Die Reihentests haben bereits begonnen, sagte Dirk Klasen, Sprecher der Deutschen Post, gegenüber ZDFheute.

Bisher seien rund 5.000 Beschäftigte in Deutschland getestet worden, davon rund 1.000 im Rahmen des neuen Testprogramms. Durchgeführt würden die Covid-19-Tests durch die Betriebsärzte der Deutschen Post, die Kosten trage der Konzern. Im Fokus stünden größere Standorte wie Brief- und Paketsortierzentren.

Testvorhaben im Detail:

  • Ziel: 10.000 Mitarbeiter
  • Umsetzung: 1-2 Betriebsstätten pro Tag
  • 95 Betriebsärzte und 90 medizinische Fachangestellte
  • Kosten: 130 Euro pro Test

Massentests führen zu hohen Infektionszahlen

Als Grund für das umfangreiche Testvorhaben gibt der Konzern an, dass viele Menschen trotz Covid-19-Infektion keine Symptome zeigten. Mit den prophylaktischen Reihentests wolle die Deutsche Post eine Ausbreitung dieser unauffälligen Infektionsfälle in den eigenen Betriebsstätten vorbeugen.

"Uns ist bewusst, dass damit auch die Zahl der positiv Getesteten in einer bestimmten Region steigen kann, da auch infizierte Personen damit bekannt werden, die bislang keinerlei Symptome gezeigt haben", sagte Konzernsprecher Dirk Klasen. "Wir halten aber trotzdem an den Reihentestungen fest."

Corona-Tests sind freiwillig

"Für die jeweiligen Beschäftigten ist dies ein freiwilliges Angebot, das als Arbeitsschutzmaßnahme der betrieblichen Mitbestimmung unterliegt", so der Sprecher. Demnach reagierten Mitarbeiter und Betriebsräte positiv auf die Aktion.

"Wir gehen davon aus, dass durch die beabsichtigten prophylaktischen Reihentests in den kommenden Wochen mehr als 10.000 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland getestet werden könnten", so der Unternehmenssprecher. Die lokal zuständigen Gesundheitsbehörden würden vorab über geplante Tests informiert werden.

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