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Tourismusbeauftragter Bareiß - "Reisen darf nicht zur Gefahr werden"

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Nächste Woche sollen Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten Pflicht werden. Der Tourismusbeauftragte der Regierung appellierte an alle, Verantwortung zu übernehmen.

Corona-Tests für Reisende am Flughafen Düsseldorf, aufgenommen am 27.07.2020
Flughäfen und Gesundheitsbehörden richten sich auf zusätzliche Corona-Tests ein.
Quelle: Reuters

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat an Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten appelliert, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Zum eigenen Schutz, aber auch zur "allgemeinen Sicherheit". "Auch Reisende aus Risikogebieten mit Bahn und Pkw sollten sich testen lassen. Reisen darf nicht zur Gefahr werden", sagte der Wirtschaftsstaatssekretär. Künftig werde sicheres und gesundes Reisen einen ganz neuen Stellenwert haben, so Bareiß. "Ein obligatorischer Schnelltest zum Beispiel am Flughafen kann dazu schon viel beitragen."

Der Präsident des Verbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Peter Gerber, sieht die Testpflicht als erste Grundlage, um den weltweiten Flugverkehr wiederzubeleben. Flughäfen und Gesundheitsbehörden rüsten sich derzeit für zusätzliche Corona-Tests für heimkehrende Urlauber. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen - diese soll kommende Woche in Kraft treten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu den Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

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Laut einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) zählen zu Risikogebieten aktuell Länder wie Ägypten, die USA, Russland und die Türkei. Beliebte Urlaubsziele wie Italien oder Österreich stehen derzeit nicht auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab.

Luftfahrt-Präsident warnt vor Flickenteppich von Regeln

Luftfahrt-Präsident Gerber betonte: "Selbst wenn sich die Lage in einem Reiseland plötzlich von 'sicher' zu 'unsicher' ändert, kann man mit einem Test bei der Rückkehr sicherstellen, dass die Menschen ihr Leben ganz normal weiterleben können und nicht in Quarantäne müssen."

Kurzfristige Änderungen, wie sie die britische Regierung mit der Einführung einer 14-tägigen Quarantäne-Pflicht für Spanien-Urlauber verhängt hat, sollten deutsche Urlauber laut Gerber nicht fürchten müssen.

In Spanien steigen die Infektionszahlen. Die Urlaubssaison 2020 droht ein Totalausfall zu werden.

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Eine der größten Herausforderungen sieht Gerber nun darin, die einzelnen nationalen Regelungen im Gesundheitswesen mit den Regeln des internationalen Luftverkehrs zusammenzubringen. "Die Erholung unseres Geschäfts hängt davon ab, einigermaßen behinderungsfrei von A nach B zu reisen, vor allem im Interkontinental-Bereich", sagte Gerber. "Hier darf es keinen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen geben."

Berliner Flughäfen richten Teststellen ein

Am Berliner Flughafen Tegel können sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten ab heute auf das Coronavirus testen lassen können. Am Flughafen Schönefeld soll an diesem Donnerstag eine Teststelle öffnen. Die Tests in den Terminalgebäuden der Airports sollen für Reisende kostenlos sein.

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