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US-Arbeitslosenquote steigt auf 14,7 Prozent

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Coronavirus-Krise - US-Arbeitslosenquote steigt auf 14,7 Prozent

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Es ist der höchste Wert seit den Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Arbeitslosenquote in den USA ist auf 14,7 Prozent geklettert.

Passant in Brooklyn
Quelle: epa

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im April infolge der Coronavirus-Pandemie auf 14,7 Prozent angestiegen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte.

Vor Beginn der Krise im Februar hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent gelegen, im März war sie auf 4,4 Prozent gestiegen. In den USA haben wegen der Corona-Krise seit März bereits mehr als 33 Millionen Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt.

Nur während Weltwirtschaftskrise höhere Arbeitslosenquote in den USA

Der bis zum Ausbruch der Corona-Krise boomende Jobmarkt gerät somit in den Abwärtsstrudel: Die Arbeitslosenquote für April erfasst wegen einer verzögerten Datenerhebung zudem nur die Lage bis Mitte des Monats. Die Quote dürfte daher wohl noch nicht das ganze Ausmaß der Jobkrise widerspiegeln.

In der US-Geschichte gab es nur während der Weltwirtschaftskrise in den 1920er und 30er Jahren eine höhere Arbeitslosenquote. Damals erreichte die Quote Schätzungen zufolge rund 25 Prozent.

Das dürfte Präsident Donald Trump höchst ungelegen kommen, der sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit bewirbt. Der Präsident machte zuletzt Druck, die Corona-Beschränkungen der Bundesstaaten aufzuheben, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dafür will er auch in Kauf nehmen, dass es weiter Neuinfektionen und Tote geben wird.

Ausgangsbeschränkungen in weiten Teilen der USA

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit geht mit Ausgangsbeschränkungen in weiten Teilen der USA einher. Die meisten US-Bundesstaaten haben ihre Bürger wegen der Ansteckungsgefahr aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Viele Geschäfte, Einkaufszentren und Betriebe wurden geschlossen, Restaurants und Hotels blieben leer. Viele Mitarbeiter dieser Unternehmen beantragten Arbeitslosenhilfe. Auch Entlassungen sind in den USA einfacher und schneller möglich.

Dennoch breitet sich das Corona-Virus rasant aus. Die USA sind weltweit mit Abstand das Land mit den meisten Infektionsfällen und Toten - bisher gab es mehr als 75.000 Covid-19-Opfer.

Die Ärmsten in den USA leiden besonders. Corona ist längst eine soziale Frage in den Vereinigten Staaten. Wir zeigen, wie Schulkinder auch ohne Schule versorgte werden und wie sich die Menschen in Zeiten von Krise und Arbeitslosigkeit durchschlagen.

Beitragslänge:
5 min
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