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US-Arbeitslosenzahlen dramatisch gestiegen

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6,6 Millionen Erstanträge - US-Arbeitslosenzahlen dramatisch gestiegen

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Das öffentliche Leben in den USA ist wegen des Coronavirus zum Erliegen gekommen. Die Wirtschaft befindet sich im Sinkflug. Jetzt steigt auch die Arbeitslosigkeit rasant an.

Die Corona-Krise treibt die Arbeitslosenzahlen in den USA in die Höhe: in der vergangenen Woche meldeten sich rund 6,6 Millionen Menschen arbeitslos. Dazu Frank Bethmann an der Börse.

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Wegen der Zuspitzung der Corona-Krise in den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut dramatisch angestiegen. Ihre Zahl hat sich in der Woche bis 28. März von 3,3 Millionen auf nunmehr 6,65 Millionen verdoppelt, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.

Erstanträge Indikator für Entwicklung des Arbeitsmarkts

Die Zahl der Erstanträge in der Vorwoche war bereits die höchste seit Beginn der Erfassung der Daten gewesen, nun gibt es abermals einen Rekord.

Arbeitslose in den USA
Lange Schlagen am Arbeitsamt - in den USA steigen die Anträge auf einen Rekordwert
Quelle: picture alliance/imageBROKER

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin.

Bis vor wenigen Wochen hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen. Die rasante Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hat das öffentliche Leben in weiten Teilen der USA zum Erliegen gebracht.

Keine Kurzarbeiterregelung in den USA

Rund drei Viertel der rund 330 Millionen Amerikaner unterliegen nun von Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte sind geschlossen, Restaurants und Hotels bleiben leer, zahllose Reisen wurden abgesagt.

Viele Mitarbeiter geschlossener Unternehmen müssen daher Arbeitslosenhilfe beantragen. Entlassungen sind in den USA in der Regel wesentlich schneller möglich als etwa in Deutschland. In den USA gab es bislang auch keine Maßnahmen, wie etwa das Kurzarbeitergeld, um die Situation zu stabilisieren.

Steigende Arbeitslosigkeit trotz staatlicher Hilfen für Unternehmen

Mit einem Konjunkturpaket, mit dem der US-Kongress rund zwei Billionen Dollar in die Wirtschaft pumpen will, wurde die bislang sehr begrenzte Arbeitslosenhilfe vergangene Woche ausgeweitet. Nun soll es Arbeitgebern auch möglich sein, Angestellte für bis zu vier Monate zu beurlauben, anstatt sie zu entlassen. In dieser Zeit würde der Staat für das Gehalt aufkommen. Die Neuregelung hatte auf die jüngsten Erstanträge bis vergangenen Freitag aber wohl noch kaum Auswirkungen.

Das gesamte Ausmaß der wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie ist immer noch nicht absehbar. Viele Analysten befürchten inzwischen aber einen dramatischen Einbruch im zweiten Quartal und eine Rezession aufs ganze Jahr betrachtet.

Trump: Nah der Epidemie "wie eine Rakete" durchstarten

Die Arbeitslosenquote im Februar - also noch vor der rasanten Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 in den USA - lag bei niedrigen 3,5 Prozent. Das war der niedrigste Stand seit Jahrzehnten. Die Zahlen für März sollen am Freitag veröffentlicht werden. Aufgrund einer verzögerten Datenerhebung rechnen Analysten jedoch damit, dass die Zahlen noch nicht den jüngsten dramatischen Anstieg abbilden werden.

Die geplante Rückkehr zum „normalen Leben“ nach Ostern ist vor dem Hintergrund der rasant steigenden Fälle in den USA abgesagt. Die Trump-Regierung verlängert die Einschränkungen.

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Bis Anfang Februar brummte die US-Konjunktur noch, an der Börse wurden Höchststände vermeldet und Experten rechneten mit einem Wirtschaftswachstum von rund zwei Prozent. Präsident Donald Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt, rühmte sich seiner erfolgreichen Wirtschaftspolitik. Doch die rasante Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang März machte die guten Konjunkturaussichten zunichte.

Trump verspricht derweil, die Wirtschaft werde nach dem Ende der Epidemie wieder "wie eine Rakete" durchstarten. In den USA gab es bis Donnerstagmorgen (Ortszeit) Forschern der Universität Johns Hopkins zufolge rund 220.00 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Mehr als 5.00 Menschen sind infolge der vom Virus ausgelösten Erkrankung Covid-19 gestorben.

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