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Konjunktureinbruch reißt Staatsetat ins Minus

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Rückgang um 9,7 Prozent - Konjunktureinbruch reißt Staatsetat ins Minus

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Kaum Konsum, wenig Investitionen und einbrechende Exporte: Die Wirtschaft ist wegen der Corona-Krise im Rekordtempo geschrumpft. Die Steuereinnahmen fallen um 3,6 Prozent.

Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf die deutschen Staatsfinanzen: Das Bruttoinlandsprodukt ist im 2. Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal um 9,7 Prozent gesunken.

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Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas weniger als bislang berechnet eingebrochen, hat aber nach wie vor im Zuge der Corona-Pandemie einen historischen Absturz erlitten.

Coronabedingt ist das BIP in Deutschland im zweiten Quartal weiter gesunken. Wie Deutschland sonst bisher durch die Krise gekommen ist, erklärt ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller.

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 9,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. In einer ersten Berechnung Ende Juli hatte das Minus sogar bei 10,1 Prozent gelegen.

Großes Loch im Staatshaushalt

Auch im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Wirtschaft einen historischen Einbruch. Das BIP lag im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt 11,3 Prozent niedriger. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970 und stärker als in der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009.

Die Corona-Rezession reißt zudem ein riesiges Loch in den deutschen Staatshaushalt. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben im ersten Halbjahr zusammen 51,6 Milliarden Euro mehr aus, als sie einnehmen, wie die Statistiker mitteilten. Das Defizit entspricht 3,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Damit sinkt das Steueraufkommen erstmals seit 2010.

Hier schlägt das Herz der deutschen Exportwirtschaft. Durch Corona sind die Umsätze jedoch um bis zu 40 Prozent zurückgegangen. Wie geht es den Unternehmen am Hafen und was bedeutet die Krise für die Arbeiter dort?

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Privater Konsum geht deutlich zurück

Rückgänge gab es dabei praktisch auf allen Ebenen. Die privaten Konsumausgaben sanken im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um 10,9 Prozent. Es wurden zudem 20,3 Prozent weniger Waren und Dienstleistungen exportiert, Importe gingen um 16 Prozent zurück.

Das zweite Quartal war ein einziges Desaster.
Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank

"Die Details sehen noch schlimmer aus als der eigentliche Wachstumseinbruch", sagte Gitzel. Egal ob es sich um die Investitionen, den privaten Konsum, die Exporte oder auch die Importe handele - "alles war im freien Fall".

Stabilisierend wirkten laut der Statistikbehörde nur die Konsumausgaben des Staates, die um 1,5 Prozent höher waren als im Vorquartal. Sie hätten einen "noch stärkeren Rückgang" des BIP verhindert.

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