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Corona - Wer soll das bezahlen?

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Wirtschaft im Krisen-Modus - Corona - Wer soll das bezahlen?

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Was folgt auf den Stillstand? Wie kommt die Wirtschaft wieder auf Touren? Deutschland diskutiert über den Lastenausgleich als Strategie für das "Danach".

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Quelle: Imago

Kein Unternehmen soll wegen der Corona-Krise pleitegehen, kein Arbeitsplatz gestrichen werden. Das ist das politische Ziel. Ist es jetzt noch zu früh zu fragen, wer die Zeche am Ende zahlt? "Nein, absolut nicht. Die Erfahrung zeigt, dass in einer Krise immer bereits schon ihre Bewältigung ausgehandelt wird und da sind wir mitten drin", meint der Ökonom Hans-Jürgen Burchardt, Professor an der Uni Kassel und Fachmann für globale Krisen.

Idee des Lastenausgleichs - SPD dafür

Die Idee des Lastenausgleichs brachte kürzlich der Berliner Historiker Heinrich August Winkler ins Spiel, Politiker der Links-Partei pflichteten ihm bei. Auch die SPD-Vorsitzende Saskia Esken macht sich für eine Vermögensabgabe stark. 

Der Lastenausgleich - was war das eigentlich noch? Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: Städte liegen in Trümmern, Menschen sind vertrieben und schwer kriegsversehrt. Die noch junge Bundesrepublik bringt den Lastenausgleich auf den Weg: Wer über den Krieg hinweg sein Vermögen retten konnte, hatte eine Abgabe zu zahlen, die sich über 30 Jahre strecken ließ.

Vermögenssteuer - Geburtsstunde der sozialen Marktwirtschaft

Was den sozialen Ausgleich angeht, war der Lastenausgleich ein großer Erfolg. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn und Köln. Denn diese Vermögenssteuer machte Deutschland zu einem der egalitärsten Länder in der frühen Phase der Nachkriegsjahre, schreiben die Forscher. Hans-Jürgen Burchardt sieht das ähnlich:

Der Lastenausgleich war die Geburtsstunde der sozialen Marktwirtschaft.

Aber nimmt nicht gerade jetzt in der aktuellen Corona-Krise ein solcher Lastenausgleich denjenigen die Zuversicht, die die Wirtschaft wieder ans Laufen bringen sollen? "Deutschlands Stärke liegt im Mittelstand", sagt Hans-Jürgen Burchardt, "dieser Mittelstand würde durch die genannte Vermögenssteuer nicht belastet. Das muss das Ziel jedes Lastenausgleichs sein: Nicht Arbeit und Produktivität dürfen besteuert werden, sondern nur Immobilien- oder Geldbesitz."

Studie: Deutschland wohlhabender als Statistiken zeigen

Was das Vermögen der Deutschen angeht, so ist das Land jedenfalls stabil aufgestellt. Die Forscher der Universitäten Bonn und Köln gehen sogar davon aus, dass Deutschland wohlhabender sei als es offizielle Statistiken suggerierten. Die reichsten 50 Prozent der Deutschen hätten ihr Vermögen seit der Wiedervereinigung verdoppelt – die ärmsten 50 Prozent dagegen praktisch nichts hinzugewonnen.

Was könnte denn am Ende mit diesem Lastenausgleich geschehen? "Die Unterfinanzierung in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten zu beenden, wäre zum Beispiel eine gute Idee", resümiert der Ökonom Hans-Jürgen Burchardt. Die Bundesregierung hat sich bislang zum Thema Lastenausgleich nicht konkret geäußert.

Eine Steuer für die, die es besonders dicke haben: Das ist das Prinzip der Vermögenssteuer. Die SPD will sie wieder einführen. Was spricht dafür - was dagegen? Ein Pro & Contra im Video:

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