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Altmaier lehnt zweiten Lockdown ab

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Steigende Corona-Fallzahlen - Altmaier lehnt zweiten Lockdown ab

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Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen fordert Wirtschaftsminister Altmaier punktuelle Maßnahmen statt eines zweiten Lockdowns. Wirtschaftsspitzen schließen sich ihm an.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stimmt Wirtschaftsprechern zu, dass ein zweiter Lockdown mit allen Mitteln zu vermeiden ist.
Wirtschaftsminister Altmaier lehnt "flächendeckende Rundumschläge" im Kampf gegen Corona ab,
Quelle: epa

Arbeitgeber, Gewerkschaften und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben sich trotz steigender Infektionszahlen gegen einen erneuten Lockdown in Deutschland ausgesprochen.

Dies zu vermeiden setze jedoch "verantwortungsvolle Bürger voraus, die nicht demonstrativ ohne Abstand und Mundschutz die Ansteckung in großen Menschenmengen riskieren", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zu "Bild am Sonntag".

Die Corona-Infektionen in Deutschland steigen wieder. Der Deutsche Städtetag fordert deswegen ein bundesweit abgestimmtes Krisenmanagement.

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Altmaier: Corona-Maßnahmen überprüfen

"Wir haben gelernt, dass bei größeren Infektionsherden nicht alles stillgelegt werden muss. Da gibt es kleinere Schließungen, Quarantäne und zeitlich begrenzte regionale Reaktionen", so Kramer weiter. Auch der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, sagte, einen zweiten Lockdown gelte es unbedingt zu vermeiden.

Peter Altmaier fordert derweil eine Überprüfung der bisherigen Maßnahmen.

Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Um dies zu erreichen, bräuchte es "zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge", so Altmeier weiter. Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen auf deutlich über 1.000 pro Tag sei alarmierend.

Es geht um die Gesundheit aller

"Wir müssen diesen Trend abflachen und umkehren, denn es geht um die Gesundheit aller, die Rückkehr der Kinder in die Schulen und den Aufschwung unserer Wirtschaft", sagte Altmaier den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Arbeitgeber-Chef Kramer äußerte sich trotz des Anstieges an Infektionen optimistisch zur Zukunft der deutschen Wirtschaftslage. Schon jetzt gehe es wieder aufwärts. "Das Wachstum im nächsten Jahr kann mit fünf bis zehn Prozent so stark sein wie das für dieses Jahr vorhergesagte Minus", so Kramer.

Die deutsche Volkswirtschaft wird die Pandemie schrittweise bewältigen.
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer

DGB-Chef Hoffmann äußerte sich zurückhaltender: "Wir haben noch anspruchsvolle Monate vor uns. Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass zahlreiche Unternehmen insolvent gehen werden." Dennoch gehe auch er davon aus, "dass die Wirtschaft 2021 wieder Fahrt aufnehmen wird".

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Hoffman fordert zusätzlich, das Kurzarbeitergeld deutlich zu verlängern. "Wenn wir Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt verhindern wollen, müssen wir die aktuelle Regelung bis zum März 2022 aufrechterhalten und das Kurzarbeitergeld weiter aufstocken", so Hoffmann in "Bild am Sonntag". "Jeder Kurzarbeiter ist ein Arbeitsloser weniger".

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