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Größte EU-Industrienationen - Hilfen müssen bisher gekanntes Maß sprengen

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In einer gemeinsamen Aktion fordern die Wirtschaftsverbände Deutschlands, Frankreichs und Italiens umfassende finanzielle Hilfe von der EU, um die Wirtschaft wiederzubeleben.

Ein Schiffbauer bei der Schweißarbeit auf einer Werft in Rostock: Die Wirtschaftsverbände der drei großen EU-Industriestaaten Frankreich, Deutschland und Italien fordern aufgrund der Pandemie mehr Hilfe von der EU.
Die Corona-Krise trifft die EU-Wirtschaft hart. Wirtschaftsverbände fordern daher kollektiv mehr EU-Hilfen.
Quelle: dpa

Drei der größten Wirtschaftsverbände der EU aus Deutschland, Frankreich und Italien richten in der Corona-Krise einen gemeinsamen dringenden Appell an die Europäische Nation, finanzielle Hilfen in einem bislang unbekannten Maß bereit zu stellen.

Dringende Finanzhilfen sind nötig

In dieser seltenen Form einer gemeinsamen Erklärung, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt und die zeitgleich in den drei größten EU-Industrienationen veröffentlicht werden soll, heißt es:

Die Pandemie wird beispiellose asymmetrische Schäden für Wirtschaft und Gesellschaft verursachen.
Erklärung der Wirtschaftsverbände

Man fordert daher dringende und umfassende finanzielle Hilfe von der Europäischen Union. Die Corona-Krise sei ein "gewaltiger, unerwarteter und tragischer Schlag für das öffentliche Leben, die Gesundheit, das soziale Wohlergehen und die Konjunktur", heißt es weiter.

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Unternehmen bei Gesundung unterstützen

Deshalb müsse die Reaktion der EU "das bisher bekannte Maß sprengen", formulieren die Präsidenten der Unternehmensorganisationen und fordern ein "in Friedenszeiten bisher unbekanntes Maß an öffentlicher Unterstützung".

Die Kommission müsse die Finanzmittel im vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen deutlich aufstocken, um Unternehmen nachhaltig bei ihrer Gesundung zu unterstützen. Ein europäischer Wiederaufbaufonds in angemessener Höhe solle diese flankieren, um zusätzliche, dringend notwendige Stützungsmaßnahmen und gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der Union sicherzustellen.

Kredite und Starthilfen ausweiten

Auch Kreditvergaben über die Europäische Investitionsbank EIB, InvestEU und ähnliche Programme seien stark auszuweiten, um privaten Investitionen Starthilfe zu geben und öffentliche Investitionen zu erhöhen, schreiben die Wirtschaftsvertreter.

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Die europäische Wirtschaft wiederbeleben

"Wir fordern unsere Regierungen und die europäischen Institutionen nachdrücklich auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und den Green Deal zu nutzen, um Investitionen in moderne Infrastruktur, Digitalisierung und verjüngte industrielle Wertschöpfung zu fördern. Sie sind unverzichtbar, um die europäische Wirtschaft wiederzubeleben und unsere Industrie nachhaltig krisenfest zu machen," heißt es weiter.

Unterschrieben haben die Erklärung die Präsidenten der Unternehmensorganisationen: Dieter Kempf für den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Vincenzo Boccia, Präsident des italienischen Spitzenverbandes Confindustria, und Geoffroy Roux de Bézieux vom französischen Verband Medef.

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