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Mehr Gewinn - Daimler-Konzern trotzt der Corona-Pandemie

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Daimler übertrifft die eigenen Erwartungen und meldet für 2020 teils bis zu 50 Prozent mehr Gewinn. Und das, obwohl der Umsatz zurückging.

Daimler scheint die Corona-Krise bisher gut überstanden zu haben. ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller erklärt, wie der Konzern im Jahr 2020 sogar Gewinne erwirtschaften konnte.

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Daimler hakt die Corona-Pandemie weitgehend ab und setzt sich wieder deutlich größere Ziele. Schon für das laufende Jahr stellte Vorstandschef Ola Källenius am Donnerstag wieder die Renditen in Aussicht, die die Aktionäre des Auto- und Lastwagenbauers jahrelang gewohnt waren.

Zwischendruch hatten die hohen Kosten für den Einstieg in die Elektromobilität und vor allem auch die teuren Diesel-Altlasten noch vor Corona den Gewinn in den Keller getrieben. Und das, obwohl der Umsatz im vergangenen Jahr sank.

2020 verkaufte Daimler 2,84 Millionen Pkw und Nutzfahrzeuge - 15 Prozent weniger als 2019. Der Umsatz sank um elf Prozent auf 154,3 Milliarden Euro.

Källenius präsentiert drastisch steigende Gewinne

"Das Jahr 2020 war ein Stresstest für beinahe jedes Unternehmen in fast jeder Branche", sagte Källenius. Aber trotz Pandemie habe man bewiesen, dass man die Transformation aus eigener Kraft vorantreiben könne, sagte Källenius.

Der Konzern habe die Kosten reduziert und sei vor allem im zweiten Halbjahr deutlich profitabler geworden. Denn Daimler sparte im vergangenen Jahr vor allem Personalkosten. Die Zahl der Beschäftigten schrumpfte um rund 10.000 auf gut 288.000. Investitionen wurden um ein Fünftel zurückgefahren. Deswegen und wegen einer schnellen Erholung des Automarktes in China konnte der Daimler-Konzern ein kräftiges Plus einfahren: Der operative Gewinn stieg um mehr als 50 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro.

Für 2021 stellte Källenius deutliche Sprünge in Aussicht - sowohl bei Absatz und Umsatz, als auch beim operativen Ergebnis:

Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere positive Dynamik beibehalten können, wenn die Marktbedingungen so bleiben.
Daimler-Vorstandschef Ola Källenius

Mercedes-Benz ist derzeit das Juwel des Konzerns

Die Pkw- und Van-Sparte Mercedes-Benz soll dadurch schon in diesem Jahr auf eine bereinigte Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent kommen.

Bei den zuletzt schwer gebeutelten Lastwagen und Bussen rechnen die Stuttgarter mit sechs bis sieben Prozent operativer Marge. Die Ziele entsprechen im Wesentlichen dem, was sich Daimler - damals noch in etwas anderer Konzernstruktur - in Normalzeiten vorgenommen hatte.

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Daimler bekommt bald einen neue Konzern-Struktur

Seine jetzige Struktur hatte der Konzern erst 2019 bekommen. Nun soll Daimler schon wieder umgebaut werden. Das komplette Geschäft soll künftig auf nur noch zwei unabhängige börsennotierte Unternehmen verteilt werden - Mercedes-Benz für Autos und Vans und Daimler Truck für Lastwagen und Busse.

Die Daimler AG wird langfristig verschwinden. Die beiden Unternehmen könnten sich damit besser auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren und mehr Potenzial entfalten, betonte Källenius am Donnerstag erneut.

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