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Gewinn 2019 halbiert - Dieselaffäre kostet Daimler nochmal Milliarden

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Die Dieselaffäre kommt Daimler nochmal deutlich teurer zu stehen als gedacht. Mit bis zu 1,5 Milliarden Euro an Kosten rechnet der schwäbische Autobauer. Der Gewinn schrumpft.

Archiv: Mercedes-Stern vor der Weiterverarbeitung, aufgenommen am 04.02.2019 in Rastatt.
Das Geschäft mit dem Mercedes-Stern läuft nicht mehr wie geschmiert. (Archivbild)
Quelle: Reuters

Um die Dieselaffäre in den Griff zu kriegen, hat Daimler schon Milliarden auf die Seite gelegt. Nun dürfte die Rechnung aber nochmals deutlich länger werden. Für 2019 rechnet der Stuttgarter Konzern mit weiteren 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten. Es gehe um "voraussichtliche zusätzliche Aufwendungen für laufende behördliche und gerichtliche Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge in verschiedenen Regionen und Märkten", hieß es in der Mitteilung. Daimler hatte im vergangenen Jahr schon insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro dafür zurückgestellt.

Nach vorläufigen Zahlen rechnet der Konzern für das vergangene Jahr nun mit einem operativen Ergebnis von 5,6 Milliarden Euro. Das wäre nur etwa halb so viel wie im Vorjahr, als der Gewinn ebenfalls schon deutlich gesunken war. Die zusätzlichen Aufwendungen für die Diesel-Probleme sind darin noch nicht berücksichtigt. Sie träfen im Wesentlichen die Geschäftsfelder Cars und Vans, hieß es.

Auch Rendite fast halbiert

Die Hauptsparte Mercedes-Benz Cars (Limousinen, Coupés, SUV, etc.) verdiente trotz eines Absatzzuwachses 2019 vor Steuern und Zinsen nur 3,7 Milliarden Euro - nach 7,2 Milliarden im Vorjahr. Die operative Rendite brach dementsprechend von 7,8 Prozent auf 4,0 im Vorjahr ein. Im Van-Geschäft (Transporter und Reisemobile) werde der Verlust wegen der Diesel-Aufwendungen noch höher ausfallen als die jetzt bekannt gegebenen 2,4 Milliarden Euro.

Die komplette Bilanz legt Daimler am 11. Februar vor. Angesichts der hohen Kosten auch in anderen Bereichen, vor allem beim Anlauf der Produktion von Elektroautos und der Entwicklung des automatisierten Fahrens, hat Vorstandschef Ola Källenius dem Konzern ein Sparprogramm verordnet.

Einsparprogramm angekündigt

Bis Ende 2022 will er allein beim Personal rund 1,4 Milliarden Euro einsparen und dafür wohl mehr als 10.000 Stellen streichen. Außerdem sollen die Investitionen gedeckelt und die Zahl der Führungskräfte reduziert werden.

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