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Stiehlt Greta Trump die Show?

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Weltwirtschaftsforum in Davos - Stiehlt Greta Trump die Show?

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In den Schweizer Alpen beginnt das 50. World Economic Forum. Das wichtigste Thema der Konferenz: der Klimawandel. Die drei wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Treffen.

Vorbereitungen zum Weltwirtschaftsforum in Davos
Zum 50. Mal: Treffen in Davos
Quelle: Reuters

Wer kommt?

Im Fokus dürfte wieder die Klimaaktivistin Greta Thunberg stehen. Schon im Vorjahr wurde sie zum Gesicht des Jahrestreffens. "Ich will, dass Ihr in Panik geratet", denn das gemeinsame Haus Erde stehe in Flammen, hatte sie damals den Teilnehmern zugerufen. Heute bekommt sie wieder die Gelegenheit, der versammelten Elite aus der Finanzwelt, Wirtschaft und Politik ins Gewissen zu reden.

Die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in Davos.
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg 2019 beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos.
Quelle: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Auch US-Präsident Donald Trump wird in Davos erwartet. Dass ausgerechnet Thunberg ihm die Show stehlen könnte, dürfte Trump ärgern. Thunberg war nach dem Forum 2019 vom "Time"-Magazin zur "Person des Jahres" gekürt worden, was Trump auf Twitter prompt als "lächerlich" bezeichnete. Trump wird von seiner Tochter Ivanka und seinem Schwiegersohn Jared Kushner nach Davos begleitet.

Daneben werden unter den mehr als 3.000 Teilnehmern auch EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Apple-Chef Tim Cook und Siemens-Chef Joe Kaeser erwartet.

Worum geht's?

Das Thema Klimawandel und seine Folgen werden das zentrale Thema der Konferenz sein. Neben ihrem Redeauftritt steht für Greta Thunberg auch eine Teilnahme an einem Gesprächspanel mit dem Titel "Eine Apokalypse des Klimas verhindern" an.

Auch der sogenannte "Green Deal" der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dürfte ein großes Thema in Davos werden. Er sieht vor, dass die EU bis 2050 klimaneutral sein soll, also praktisch kein CO2 mehr produziert. Für den "Green Deal" sind für die nächsten zehn Jahre insgesamt eine Billion Euro vorgesehen, wobei ein Drittel durch private Investitionen aufgebracht werden soll.

Warum kommt Boris Johnson nicht?

Auch wenn Merkel und die übrigen Davos-Teilnehmer dieses Jahr der kurz bevorstehende Brexit besonders umtreiben dürfte, sollen britische Regierungsvertreter dem Treffen offenbar fernbleiben. Im Dezember verlautete aus dem Umfeld von Premierminister Boris Johnson, dieser habe den Ministern ein Verbot zur Anreise erteilt.

Schließlich habe der Konservative seinen Wählern versprochen, eine "Regierung des Volkes" zu führen. "Unser Fokus liegt darauf, dem Volk zu dienen, nicht Champagner mit Milliardären zu schlürfen", so ein Vertreter aus dem Umfeld Johnsons. Britische Medien meldeten allerdings, dass Finanzminister Sajid Javid die Anreise dennoch erlaubt werde.

Dafür wird ein anderer Teilnehmer aus dem Vereinigten Königreich beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum erscheinen: Der britische Thronfolger Prinz Charles.

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