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Turbulentes Börsenjahr 2021 - DAX beendet das Jahr mit Gewinn

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Der deutsche Leitindex hat das neunte Mal in zehn Jahren mit einem Jahresgewinn abgeschlossen. Für 2022 werden weitere Kursrekorde erwartet. Die hängen aber vom Coronavirus ab.

Börse in Fankfurt am 30.12.2021
Die Börse in Fankfurt kurz vor Jahresende.
Quelle: Reuters

Das teils turbulente Börsenjahr 2021 klingt für Dax-Anleger geruhsam aus. Der deutsche Leitindex beendete den verkürzten Handel am Donnerstag 0,2 Prozent im Plus bei 15.884,86 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte ein halbes Prozent höher bei 4.305,72 Zählern. "Die Investoren können zum Jahresausklang getrost die Sektkorken knallen lassen", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.

Der Dax berappelte sich in den vergangenen Wochen nach dem Schock über die neue Corona-Variante Omikron wieder und gewann auf Jahressicht rund 16 Prozent. Damit schloß er das neunte Mal in zehn Jahren mit einem Jahresgewinn ab.

Für die Wirtschaft war 2021 kein einfaches Jahr – sie musste mit hohen Preisen und Engpässen kämpfen. Doch für die Börse lief das Finanzjahr 2021 richtig gut.

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Neue Kursrekorde in 2022 erwartet

Von Reuters befragte Analysten sagen dem Index für 2022 neue Kursrekorde voraus. Dafür sind allerdings keine allzu großen Ausschläge nötig: Von seiner bisherigen Bestmarke von 16.290 Zählern ist der Dax nur noch rund 400 Punkte oder knapp drei Prozent entfernt. Die Börse dürfte auch in den ersten Wochen des neuen Jahres "wie ein Seismograf auf die Erkenntnisse und Zahlen zur Omikron-Variante des Coronavirus reagieren", sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Broker RoboMarkets. 

Anleger hofften darauf, dass die wieder verschärften Pandemie-Beschränkungen nur vergleichsweise kurze Zeit in Kraft blieben.

Deutsche Börse

Aufschwung und Zinswende - Wie wird das Börsenjahr 2022? 

Das Aktienjahr 2021 war von einer starken, wirtschaftlichen Erholung geprägt. Auch für 2022 überwiegt die Zuversicht, dass die Kursgewinne andauern.

von Jan-Ole Kraksdorf

Importquoten aus China dämpfen Laune am Ölmarkt

Am Ölmarkt trübte die Aussicht auf geringere Importquoten Chinas im nächsten Jahr die Stimmung. Die Nordseesorte Brent und das US-Leichtöl WTI verbilligten sich um je ein knappes halbes Prozent auf 78,96 beziehungsweise 76,21 Dollar je Barrel (159 Liter). Brancheninsidern zufolge liegen die ersten von China an Raffinerien übermittelten Importquoten für 2022 rund elf Prozent unter den Vergleichszahlen für 2021.

Von den insgesamt 42 Unternehmen, die die garantierten Quoten betreffen, profitierten vor allem die großen privaten Raffinerien. Das nähre die Sorge an den Börsen, dass China strengere Maßnahmen gegen unabhängige Raffinerien durchsetzen wolle, sagte ein in Singapur ansässiger Analyst.

Gold verliert an Wert

Bei den Edelmetallen steuerte Gold auf seine schwächste Jahresbilanz seit 2015 zu. Mit aktuell um die 1.800 Dollar je Feinunze steht unter dem Strich ein Verlust von knapp fünf Prozent seit Jahresanfang. Als Belastungsfaktoren nannten Börsianer den stärkeren US-Dollar und festere Anleiherenditen. Sie machen Gold für Investoren unattraktiver.

Zu den Gewinnern zählten am Aktienmarkt europaweit am Donnerstag Technologiewerte mit einem Plus von rund einem Prozent. Wegen der Furcht vor weiteren Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr mussten Airlines Federn lassen. So verloren die Aktien der Lufthansa rund ein Prozent.
Mehrere europäische Börsen, darunter Deutschland, Italien und Spanien, bleiben am Freitag geschlossen. In Paris und London werden vor dem neuen Jahr für eine verkürzte Sitzung Aktien gehandelt.

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