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Dax-Konzerne : So viel verdienen Deutschlands Topmanager

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Hungern muss kein Topmanager in Deutschland - das Einkommensgefälle in den Chefetagen der Dax-Konzerne ist aber erstaunlich groß.

Top-Verdiener Linde-Chef Steve Angel. Archivbild
Top-Verdiener Linde-Chef Steve Angel. Archivbild
Quelle: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

In den Chefetagen der Dax-Konzerne herrscht großes soziales Gefälle. Das hat eine dpa-Auswertung der Vorstandsvergütung der aktuell im Dax notierten Konzerne ergeben. Viele Vorstandschefs mussten coronabedingt leichte Einkommenseinbußen hinnehmen. Andere hingegen konnten Einkommen im zweistelligen Millionenbereich verbuchen.

Unterscheidung zwischen Zuflüssen und Zuwendungen

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) unterscheidet in seiner Fassung von 2017 zwischen "Zufluss" und "Zuwendungen".

Zufluss bezeichnet die Zahlungen samt Pensionszusagen, die ein Vorstand in einem Jahr erhält, inklusive Langfristboni der Vorjahre.

Die Zuwendungen hingegen beinhalten die Langfristboni, die ein Manager für 2020 zugewiesen bekommt, aber Jahre später kassiert.

Die Unterscheidung hat ihren Grund, denn die Vergütung der Spitzenmanager setzt sich aus fünf Bestandteilen zusammen:

  • Fixgehalt
  • Kurzfristbonus
  • Langfristbonus
  • Altersvorsorge
  • Nebenleistungen (unter anderem Dienstwagen und Versicherungen)

So viel verdienten Dax-Chefs aus Zuflüssen

Die Zuflüsse von 15 Dax-Chefs sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr gesunken - bei manchen minimal, bei anderen ganz erheblich:

  • Adidas-CEO Kasper Rorsted verdiente 3,5 Millionen Euro weniger
  • Munich Re-Vorstandschef Joachim Wenning verdiente 2,3 Millionen weniger

In Summe stieg das Einkommen der CEOs zwar von 194 auf knapp 242 Millionen Euro. Die drei Topverdiener waren:

  • Linde-Chef Steve Angel (umgerechnet 47 Millionen Euro, bestbezahlter Manager der deutschen Börsen-Oberliga)
  • Delivery Hero-Chef Niklas Östberg (Platz Zwei mit 45,7 Millionen Euro)
  • Post-Chef Frank Appel (knapp über zehn Millionen Euro)

Am unteren Ende der Tabelle steht SAP-Vorstandsvorsitzender Christian Klein mit knapp 2,2 Millionen Euro - obwohl der Nettogewinn des Walldorfer Softwareherstellers mit über fünf Milliarden Euro dreimal so hoch ausfiel wie bei Topverdiener Linde.

Wie sieht es bei den Zuwendungen aus?

Die Zuwendungen aber sind bei allen gestiegen. Insgesamt summieren sich die Zuwendungen der Dax-Konzerne für ihre Vorstandschefs auf 182 Millionen Euro, knapp 15 Millionen mehr als 2019.

Zwei Unternehmen bleiben bei dieser Berechnung außen vor:

  • Linde (kein deutsches Unternehmen, Konzernbilanz nach irischem Recht abgefasst)
  • Siemens Energy (erst 2020 aus dem Mutterkonzern herausgelöst, daher noch keine Jahresbilanz vorgelegt)

Die übrigen 28 Dax-Unternehmen haben die Bezahlung ihrer Vorstände voll dokumentiert.

Corona-Krise hat kaum Auswirkungen auf Vergütung der Vorstände

Im Krisenjahr 2020 ließ die Corona-Krise die Profite vieler Dax-Firmen dahinschmelzen: Die auf die Aktionäre entfallenden Nettogewinne sanken um knapp 38 Milliarden auf 41,5 Milliarden Euro, nahezu eine Halbierung. Im Vergleich dazu ging die Gesamtvergütung der Vorstände - Chefs und Vorstandsmitglieder - nur geringfügig zurück: von 606 auf 571 Millionen Euro.

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