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Comeback von "Made in Germany" : Deutsche Exporte im April auf Erfolgskurs

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Nach dem Schock des Kriegsausbruchs in der Ukraine hat sich die deutsche Wirtschaft überraschend schnell erholt. Im April wurden drei Mal mehr Waren exportiert, als erwartet wurde.

Container im Hamburger Hafen
Container im Hamburger Hafen.
Quelle: ap

Die Geschäfte mit den USA und den EU-Ländern laufen bestens. Waren, "Made in Germany", im Wert von 126,4 Milliarden Euro wurden im April ins Ausland geliefert. Verglichen zum Vormonat haben die Exporte damit um 4,4 Prozent zugelegt. Das hat das Statistische Bundesamt heute bekannt gegeben. Führende Ökonomen hatten nur mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent gerechnet. Der Export nach Russland ist zurückgegangen.

Auch wurden mehr Waren nach Deutschland eingeführt. Das klingt auf den ersten Blick alles erfreulich. Dennoch bleiben die meisten bei diesen Zahlen skeptisch. Es herrscht alles andere als eitel Sonnenschein.

Plus bei Export und Import wohl nur vorübergehend

Manch einer aus der Wirtschaft führt die guten Zahlen des Tages lediglich auf die gestiegenen Preise zurück. Der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt, das Exportplus gehe alleine auf Preissteigerungen bei den Ausfuhren zurück. Angesichts eines Preisanstiegs von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Exporte real sogar gesunken.

So kann das Plus nicht über die eingetrübte Stimmung hinweg täuschen. Es herrscht seit einhundert Tagen Krieg in der Ukraine. Neben den menschlichen Schicksalen steht Deutschland und die Weltwirtschaft vor entscheidenden Aufgaben.

Die Verbraucherpreise lagen um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann berichtet über die Folgen für Verbraucher und die Wirtschaft.

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Volle Auftragsbücher, fehlendes Material

Eine Inflationsrate in Deutschland von fast acht Prozent im Mai ist ein Schock für Verbraucher und Unternehmen. Die deutsche Industrie leidet unter rasant steigenden Preisen, fehlenden Vorprodukten, mangelnden Rohstoffen. Der anhaltende Lockdown in China aufgrund der Corona-Pandemie führt weiterhin zu gestörten Lieferketten.

Auch spielt der Fachkräftemangel eine immer größere Rolle. Zwar sind die Auftragsbücher vieler Firmen randvoll, doch um weiter wie bisher fertigen zu können, fehlen entweder Produkte oder Menschen. Ein langer Atem ist gefragt, auch finanziell. Teilweise geben die Unternehmen ihre höheren Kosten an die Verbraucher weiter, manchmal bleiben sie aber auch selbst darauf sitzen.

 

Das Exportbild aus deutscher Sicht wird sich eintrüben. Derzeit handelt es sich um ein durch Sonderfaktoren getriebenes Auf und Ab.
Ulrich Kater, Chefvolkswirt Deka Bank

Einer dieser Sonderfaktoren ist beispielsweise die Lage der deutschen Autoindustrie, einer Schlüsselindustrie für den Export. Fehlende Kabelbäume sind wieder - und hoffentlich durchgängig - verfügbar. Autohersteller können weiterhin hohe Verkaufspreise durchsetzen.

Das Schreckgespenst Inflation geistert wieder durch Deutschland. aspekte fragt „Wer hat Angst vor Inflation?“ und beschreibt, welch seltsame Erfindung das Geld doch ist.

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Zweite Jahreshälfte entscheidend

Vieles steht und fällt in der zweiten Jahreshälfte nicht nur mit Angebot und Nachfrage für die deutsche Wirtschaft, sondern auch mit der Geldpolitik der Notenbanken.

Haupttreiber für die guten, deutschen Exportzahlen ist nicht zuletzt der Absatz in die USA. Die Zahlen für die US-Wirtschaft sind weiterhin sehr gut. Sie zeigen, dass die Konjunktur sprudelt. Ebenso klettern aber die Inflationszahlen jenseits des Atlantiks in die Höhe. Die US-Notenbank Fed sagt einer Teuerungsrate von derzeit über acht Prozent den Kampf an und wird wohl noch mehrfach dieses Jahr den Leitzins anheben. Es könnten sich dann erste Bremsspuren der florierenden Wirtschaft zeigen.

 

Wir hängen auch von den dortigen Entwicklungen ab. Die Industriestruktur im Wandel wird das Thema der nächsten Jahre sein.
Ulrich Kater, Chefvolkswirt Deka Bank

Die Welt verändert sich. Produktionsstandorte werden verlagert, die Corona-Pandemie und darauf folgend der verheerende Krieg Russlands gegen die Ukraine stellt vieles, was alt bewährt war, infrage. Deswegen ist die deutsche Wirtschaft in schwierigem Fahrwasser unterwegs. Die guten Export- und Importzahlen des heutigen Tages sind aber ein kleiner Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft kurz vor Beginn des zweiten Halbjahres 2022.

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