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Verdacht der schweren Steuerhinterziehung

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Razzia beim DFB - Verdacht der schweren Steuerhinterziehung

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Razzia beim DFB: Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt DFB-Geschäftsräume und Privatwohnungen durchsucht. Es geht um eine Millionensumme.

Polizei-Razzia heute beim DFB: Der Verband soll jahrelang Steuern hinterzogen haben. Es geht dabei um Einnahmen aus der Bandenwerbung bei Länderspielen. Markus Harm berichtet aus Frankfurt.

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An der Razzia in Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz waren rund 200 Beamte beteiligt, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte. Dabei gehe es um Einnahmen aus der Bandenwerbung von Heimländerspielen der Fußball-Nationalmannschaft aus den Jahren 2014 und 2015.

Vorwurf: Steuerhinterziehung bei Einnahmen aus der Bandenwerbung

"Die wegen des Verdachts der fremdnützigen Hinterziehung von Körperschafts- und Gewerbesteuern in besonders schweren Fällen geführten Ermittlungen richten sich gegen sechs ehemalige bzw. gegenwärtige Verantwortliche des DFB", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Ihnen wird zur Last gelegt, Einnahmen aus der Bandenwerbung von Heimländerspielen der Fußball-Nationalmannschaft aus den Jahren 2014 und 2015 bewusst unrichtig als Einnahmen aus der Vermögensverwaltung erklärt zu haben.
Staatsanwaltschaft Frankfurt

Damit sei der DFB einer Besteuerung in Höhe von etwa 4,7 Millionen Euro entgangen. Namen der Verdächtigen nannte die Behörde nicht.

Verdacht der schweren Steuerhinterziehung: Die Razzia fügt dem Image des DFB weiteren Schaden zu, meint ZDF-Redakteur Markus Harm.

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DFB-Präsident war Wolfgang Niersbach - Rücktritt wegen "Sommermärchen"-Skandal

Präsident des größten Sportfachverbandes der Welt war damals Wolfgang Niersbach, der wegen des immer noch nicht restlos aufgeklärten "Sommermärchen"-Skandals um die WM 2006 dann zurücktrat. "Nach den bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten von dieser steuerlichen Unrichtigkeit wussten, sie aber bewusst wählten, um dem DFB hierdurch einen Steuervorteil von großem Ausmaß zu ermöglichen", erklärte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen in der Pressemitteilung. Der DFB und seine langjährige Vermarktungs-Agentur Infront hatten kürzlich ihre Zusammenarbeit nach fast 40 Jahren "einvernehmlich" beendet.

Begründet wurde dies mit Ergebnissen einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Esecon. Darin waren Vorwürfe gegen Infront erhoben worden. Infront hatte diese zurückgewiesen und die Kündigung durch den DFB nicht anerkannt.

Vorwürfe gegen Firma Infront

Die Agentur hatte bis 2018 den Auftrag, Bandenwerbepartner für Spiele der Nationalelf zu beschaffen. Laut dem Ermittlungsbericht von Esecon habe die Firma 2013 vom DFB den Zuschlag für das Geschäft erhalten, obwohl ein Konkurrent bis zu 18 Millionen Euro mehr geboten habe.

Der DFB soll schon Ende 2018 Insiderinformationen über Infront gekauft haben, die Berateragentur Esecon erhielt Aufträge ohne öffentliche Ausschreibung. Der Verband bestreitet das.

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