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Mittelständische Wirtschaft - Forderung: "Mineralölsteuer temporär" senken

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Angesichts neuer Rekord-Preise für Diesel fordert der Bundesverband mittelständische Wirtschaft eine Steuersenkung - zumindest für eine begrenzte Zeit.

Angesichts des neuen Rekordhochs beim Dieselpreis hat der deutsche Mittelstand vor Folgen für Wirtschaft und Verbrauer gewarnt. Preistreiber sind unter anderem hohe Rohölkosten.

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Der Mittelstand fordert angesichts der hohen Spritpreise umgehende Entlastung für Wirtschaft und Verbraucher. "Aus Sicht des Mittelstands sollte die Mineralölsteuer temporär gesenkt und die Pendlerpauschale spürbar erhöht werden", sagte der Chefvolkswirt des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Hans-Jürgen Völz, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Mineralölsteuer galt bis 2006 in Deutschland, abgelöst wurde sie durch die Energiesteuer. Sie regelt die Besteuerung aller Energiearten.

Die Preisexplosion bei Treibstoffen stellt eine massive Belastung der Wirtschaft dar, die Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand gefährdet.
Hans-Jürgen Völz, Chefvolkswirt des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW)

Die Corona-Krise drohe zum Jahresende nahtlos von einer veritablen Wirtschaftskrise abgelöst zu werden, so Völz weiter.

Kraftstoffpreise stark gestiegen

Der Dieselpreis war am Sonntag auf ein Allzeithoch gestiegen. Autofahrer mussten nach Angaben des ADAC im bundesweiten Durchschnitt 1,555 Euro pro Liter zahlen und damit mehr als je zuvor. Auch der Benzinpreis stieg stark an, Superbenzin nähert sich seinem Allzeithoch.

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Ein großer Teil des Spritpreises sind Steuern und Abgaben. Die Energie- beziehungsweise Mineralölsteuer macht bei Superbenzin 65,45 Cent pro Liter aus, bei Diesel sind es 47,07 Cent. Dazu kommt die Mehrwertsteuer.

Völz: Sorge wegen steigender Löhne

Mittelstands-Ökonom Völz sorgt sich auch davor, dass Gewerkschaften höhere Tarifabschlüsse durchsetzen könnten. "Schon jetzt ist erkennbar, dass zeitverzögert an die Verbraucher weitergegebene Mehrkosten für Transport, Heizen und Material zu höheren Lohnforderungen führen werden", sagte er. "Die Lohn-Preis-Spirale jedenfalls ist schon in Gang gesetzt."

Währungshüter sprechen in diesem Zusammenhang von einem "Zweitrundeneffekt": Wenn steigende Inflation zu höheren Tarifabschlüssen und damit Lohnkosten führt, kann dies wiederum die Teuerung anheizen.

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