DIHK zu Energiemangel: Betriebe fürchten Versorgungsstopp

    Energieverträge:DIHK: Betriebe fürchten Versorgungsstopp

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    Der Hauptgeschäftsführer der DIHK plädiert dafür, nicht auf Atomstrom zu verzichten. Die Angst unter den Unternehmern vor einem Energiemangel sei groß.

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    Viele Betriebe fürchten um ihre Existenz. Manche haben Sorge, im kommenden Jahr nicht mehr mit genug Strom und Gas beliefert zu werden.
    Quelle: imago

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Politik aufgefordert, angesichts der Notlage vieler Unternehmen für ausreichend Energie zu sorgen.

    Bei uns laufen die Telefone heiß von Betrieben, die gar keine Versorgungsverträge mehr kriegen, also die keine Energie mehr bekommen ab Januar.

    DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben

    Es sei wichtig, nicht nur Unternehmen zu helfen, die in Not gerieten - sondern schon im Voraus dafür zu sorgen, dass genug Energie da sei. "Die Angst ist groß", sagte Wansleben.

    Atomkraftwerke als Lösung?

    Angesichts der aktuellen Lage sollte aus Sicht von Wansleben vorerst nicht auf Atomenergie verzichtet werden. "Jetzt müssen wir auf Nummer sicher gehen", sagte er. Es gebe streitige Diskussionen zu dem Thema in den eigenen Reihen. Es gebe natürlich viele, die nichts mit Atomkraft anfangen könnten. "Aber die Waage hat sich jetzt ganz klar gedreht." Die Regierung müsse darauf achten, "jetzt wirklich wieder Sicherheit reinzukriegen".
    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke noch bis Mitte April als Notfallreserve einsatzbereit halten. Im Zuge des Atomausstiegs hätten zum Ende dieses Jahres eigentlich alle deutschen Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet werden sollen. FDP und Union dringen auf einen Weiterbetrieb aller drei Kraftwerke.
    Quelle: dpa

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