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Wert von fünf Milliarden Dollar - Musk verkauft Tesla-Aktien

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Nach einer Abstimmung auf Twitter: Tesla-Chef Elon Musk hat erstmals seit 2016 Firmenanteile verkauft und damit mehr als fünf Milliarden Dollar eingenommen.

Elon Musk, Vorstandsvorsitzender von Tesla. Archivbild
Tesla-Chef Elon Musk (Archivbild)
Quelle: Susan Walsh/AP/dpa/Archivbild

Nach seiner aufsehenerregenden Twitter-Abstimmung hat Tesla-Chef Elon Musk erstmals seit Jahren wieder Aktien seiner Firma zu Geld gemacht.

Von Montag bis Mittwoch verkaufte er Tesla-Papiere im Wert von rund fünf Milliarden Dollar, nachdem er einen Teil seiner Aktienoptionen einlöste. Ein Teil der Transaktionen war in einem im September vereinbarten Verkaufsplan festgeschrieben worden - fast zwei Monate, bevor Musk seine Twitter-Umfrage anstieß.

Mehrheit der Twitter-Nutzer für Aktienverkauf

Musk hatte am Wochenende bei Twitter Nutzer abstimmen lassen lassen, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen solle, um mehr Steuern zu zahlen. 58 Prozent der 3,5 Millionen Stimmen waren dafür. Das Paket war da rund 21 Milliarden Dollar wert, der Kurs gab nach der Umfrage aber nach. Von Musk als reichstem Menschen der Welt wurde zuletzt verstärkt gefordert, mehr zum Allgemeinwohl beizutragen.

Tesla-Chef Elon Musk. Archivbild

Aktien-Höhenflug von Tesla - Musk ist reichster Mensch der Welt 

Der Chef des US-Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, hat auf der Liste der Superreichen den Amazon-Chef Jeff Bezos überholt - und ist mit 188,5 Milliarden Dollar reichster Mensch.

Musk hatte bereits bei einem Konferenz-Auftritt im September Aktienverkäufe in Aussicht gestellt. Er musste bis spätestens August kommenden Jahres Aktienoptionen einlösen, die sonst verfallen würden. Auf den dabei erzielten Kursgewinn muss er Steuern zahlen - und dafür Anteile verkaufen, um an genügend Geld zu kommen.

Musk hält noch rund 167 Millionen Aktien

Musk übte nun 2,15 Millionen Optionen von 2012 im aktuellen Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar aus. Die Aktien waren mit jeweils lediglich 6,24 Dollar bepreist - und auf die Differenz zum heutigen Wert muss er Steuern zahlen. Parallel setzten die Aktienverkäufe ein, wie aus einer Serie von Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC von Mittwoch hervorgeht.

Musk verkaufte am Montag zunächst mehr als 930.000 Papiere von Tesla und nahm damit rund 1,1 Milliarden Dollar ein. Diese Transaktion enthielt den Hinweis auf den Verkaufsplan von September, der bei den Geschäften von Dienstag und Mittwoch fehlt.

Am Montag verkaufte Musk die Aktien für bis zu gut 1.196 Dollar, zum Mittwoch war der Preis zum Teil bis an die Marke von 1.000 Dollar gesunken. Nach den Verkäufen hielt Musk noch rund 167 Millionen Tesla-Aktien. Zum Zeitpunkt der Umfrage am Wochenende waren es gut 170 Millionen.

Vermögen von fast 300 Milliarden Dollar

Es war laut dem Finanzdienst Bloomberg das erste Mal seit 2016, dass der Multimilliardär sich von Aktien des Elektroautobauers trennt. Musk verkaufte, um mit den Einnahmen Steuern zu zahlen.

Tesla hat in den vergangenen Jahren eine massive Börsenrally erlebt, die Musk laut Milliardärs-Charts wie der "Forbes"-Liste oder "Bloomberg Billionaires" - zumindest auf dem Papier - mit einem geschätzten Vermögen von fast 300 Milliarden Dollar zum reichsten Menschen der Welt gemacht hat. Er hält auch einen bedeutenden Anteil an der Weltraumfirma SpaceX.

Am Donnerstag führte Bloomberg Musk auf dem ersten Platz in seiner Milliardärs-Rangliste mit 299 Milliarden Dollar - vor Amazon-Gründer Jeff Bezos mit 201 Milliarden Dollar.

Musks Motivation für Aktienverkauf unklar

Der Tesla-Chef spielte bei der Twitter-Abstimmung auf die aktuelle US-Debatte um Steuervermeidung von Superreichen und Pläne für Abgaben auf unrealisierte Kursgewinne an. Was Musk mit der Abstimmung letztlich bezwecken wollte und inwieweit er ohnehin vorhatte, Aktien zu verkaufen, darüber kann bislang nur spekuliert werden.

Musk machte bisher keine Angaben dazu, wie schnell er auf die zehn Prozent verkauften Aktien kommen wolle. Für Aktienverkäufe von Top-Managern werden oft langfristige Zeitpläne festgelegt. Damit sollen Vorwürfe vermieden werden, dass sie internes Wissen für geschickte Deals nutzen.

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