54,20 Dollar pro Aktie: Musk will Twitter nun doch kaufen

    54,20 Dollar pro Aktie :Nun doch: Elon Musk will Twitter kaufen

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    Überraschende Wende kurz vor dem Rechtsstreit: Tesla-Chef Elon Musk will den Kurznachrichtendienst Twitter nun doch kaufen. Gründe für seinen Sinneswandel gibt er nicht an.

    Nach langen Verhandlungen möchte Elon Musk den Nachrichtendienst Twitter nun doch kaufen. Sein Angebot sind die ursprünglich vereinbarten 44 Milliarden US-Dollar.05.10.2022 | 0:22 min
    Tech-Milliardär Elon Musk will die milliardenschwere Übernahme des Online-Dienstes Twitter nun doch vollziehen. Das bestätigte der Tesla-Chef nun in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC.

    Musk vermeidet Rechtsstreit mit Twitter

    So könnte der Rechtsstreit um den Milliarden-Deal kurz vor dem mit Spannung erwarteten Gerichtsprozess doch noch vermieden werden. Musk habe in einem Brief vorgeschlagen, den Deal zum ursprünglich vereinbarten Kaufpreis von 54,20 Dollar pro Aktie durchzuführen, erklärten seine Anwälte - und bestätigten damit einen Bericht des Finanzdienstes Bloomberg.
    Twitter bestätigte den Eingang des erneuten Kaufangebots von Musk. "Es ist die Absicht des Unternehmens, diese Transaktion abzuschließen", schrieb das Unternehmen im eigenen Kurzbotschaftendienst.
    Twitter über den Musk-Deal
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    Streit um Fake-Accounts auf Twitter

    Damit bahnt sich eine spektakuläre Wende im Konflikt um die rund 44 Milliarden Dollar teure Übernahme an. Musk hatte die Kaufvereinbarung vom April eigentlich im Juli für ungültig erklärt, weil Twitter angeblich falsche Angaben zur Anzahl von Fake-Accounts auf seiner Plattform gemacht habe. Das könnte potenziell einen Einfluss auf Werbeeinnahmen haben.
    In Tweets klagte Musk zudem darüber, dass das Social-Media-Unternehmen seinem Potenzial als Plattform für freie Meinungsäußerung nicht gerecht werde.
    Das Unternehmen pochte jedoch auf die Einhaltung des Kaufvertrags und zog vor Gericht. Eigentlich soll noch im Oktober der Prozess beginnen, bei dem geklärt wird, ob Musk von der Übernahme zurücktreten kann. Trotz der jüngst von Elon Musik geäußerten Kaufabsicht zu Twitter geht das Gerichtsverfahren wohl vorerst weiter. Weder Twitter noch Musk hätten das Gericht offiziell um eine Aussetzung des Verfahrens gebeten, teilte die zuständige Richterin Kathaleen McCormick am Mittwoch mit. "Ich setze daher die Vorbereitungen für unseren Prozess fort." Der soll am 17. Oktober beginnen.

    Musks Gründe unklar

    Die Gründe für Musks Umdenken blieben vorerst unklar. Viele Experten bewerteten seine Chancen bei dem Gerichtsverfahren von Anfang an als gering. So erklärte Eric Talley, Rechtsprofessor an der Columbia-Universität, rechtlich habe Musk wohl nicht wirklich gute Karten.
    Sollte er den Prozess verlieren, könnte das Gericht nicht nur verfügen, dass der Deal durchgezogen werde, sondern auch Zinszahlungen verhängen, die die Kosten in die Höhe treiben würden, sagte Talley. Überrascht sei er lediglich, dass Musk offenbar nicht versuche, die Vereinbarung nachzuverhandeln.
    Dass die Klage gegen Musk nun fallengelassen werde, wollte Twitter wohl geflissentlich nicht verkünden. Das ergebe nur Sinn, erklärten Experten mit Blick auf das wackelige Vertrauensverhältnis zwischen beiden Seiten. Er gehe nicht davon aus, dass Twitter nur auf Musks Wort hin den Prozesstermin streichen werde, sagte Andrew Jennings, ein Jura-Professor an der Brooklyn Law School und Spezialist für Unternehmensrecht. Die Social-Media-Plattform werde noch viel mehr Sicherheit brauchen, was den Geschäftsabschluss angehe.

    Aktienkurs legt zu

    Nach ersten Berichten über den Sinneswandel Musks wurde der Handel mit Twitter-Aktien an der New Yorker Börse am Dienstag vorübergehend ausgesetzt. Zuvor hatte der Aktienkurs um fast 13 Prozent auf 47,93 Dollar zugelegt. Nach der Bestätigung stieg der Kurs um 22 Prozent auf 52 Dollar.
    Musk selbst setzte am Dienstagabend einen kryptischen Tweet über seine Ziele ab. "Twitter zu kaufen ist ein Beschleuniger für die Schaffung von X, der Alles-App", schrieb er. Details blieb Musk schuldig.
    Rätselhafter Musk-Tweet
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    Quelle: dpa, AP

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