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Agrar-Weichen gestellt - EU-Länder einigen sich auf 25 Prozent Bio

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Grüner und tierfreundlicher soll die Agrarwirtschaft der Zukunft werden: Die EU-Agrarminister einigen sich darauf, den Ausbau der Bio-Landwirtschaft deutlich vorantreiben.

Bio-Landwirtschaft (Symbolbild/Archiv)
Ein Aktionsplan für ökologische Landwirtschaft - darauf haben sich die EU-Agrarminister in Brüssel geeinigt.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Die EU-Länder wollen einen deutlichen Ausbau der Bio-Landwirtschaft vorantreiben. Die zuständigen Ministerien der Länder einigten sich am Montag in Brüssel auf Schlussfolgerungen, die unter anderem vorsehen, dass bis 2030 ein Viertel der Agrarfläche in der EU für Bio-Landwirtschaft genutzt werden soll.

Einen entsprechenden Aktionsplan mit diesem Ziel hatte die
EU-Kommission bereits im Frühjahr vorgeschlagen - nun haben die EU-Länder diesen Plan offiziell begrüßt. Am Abend wollten sich die Staaten zudem über gleich drei Initiativen für mehr Tierwohl austauschen. Dabei ging es um Käfighaltung, Putenmast und Kükenschreddern.

Deutschland muss Agrar-Ziele nachbessern

Für die Bundesrepublik bedeuten die Beschlüsse zur Bio-Landwirtschaft, die nationalen Ziele noch einmal zu verschärfen. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, 20 Prozent der Agrar-Fläche bis 2030 nach Bio-Standards zu bewirtschaften.

Die Linken-Fraktionschefin im Bundestag, Amira Mohamed Ali, bezeichnete das Ziel von 25 Prozent als "unambitioniert". "Entscheidend wäre es, die konventionelle Landwirtschaft nachhaltiger zu machen", erklärte sie.

Eine Regierungskommission fordert mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft der Zukunft. Sie schlägt beispielsweise vor, dafür den Tierbestand deutlich zu reduzieren.

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Mehr Einsatz von Bio-Produkten gefordert

Großes Potenzial sehe Staatssekretärin Beate Kasch, die die Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bei dem Treffen vertrat, etwa in den Bereichen Kitas, Schulen und Krankenhäusern. Dort könnten mehr Bio-Produkte verwendet werden.

Aktuellen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge lag der Anteil der Bio-Landwirtschaft - gemessen an der Fläche - im vergangenen Jahr bei 10,3 Prozent, Ende 2019 bei 9,7. Derzeit bestehen in den EU-Ländern jedoch große Unterschiede, was den Anteil der Bio-Landwirtschaftsfläche betrifft. So übertrifft Österreich nach Angaben von Ministerin Elisabeth Köstinger bereits das vorgegebene Ziel mit einem Anteil von 26 Prozent.

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski zeigte sich angesichts der Teilnahme von US-Agrarminister Tom Vilsack zudem erfreut darüber, dass die USA nun mit Blick auf die Bio-Landwirtschaft ähnliche Ansätze wie Europa verfolgten.


FAQ

Nachhaltig und erfolgreich - Wie Landwirtschaft in Zukunft aussehen soll 

Ein Weiter so in der Landwirtschaft wird von Experten einhellig ausgeschlossen. Ihre Empfehlung: Mehr Nachhaltigkeit, mehr Naturschutz und dennoch betriebswirtschaftlichen Erfolg.

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