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Hongkonger Börse : Handel mit Evergrande-Aktien ausgesetzt

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Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande gerät immer mehr ins Schlingern. Der Handel mit Evergrande-Aktien wurde in Hongkong jetzt ausgesetzt.

Ein Schild des China Evergrande Centre in Hongkong. Archivbild
China Evergrande Centre in Hongkong.
Quelle: Katherine Cheng/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Die Aktien des hochverschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande sind am heutigen Montag vom Handel an der Hongkonger Börse ausgesetzt worden. Dies teilte die Börse ohne weitere Angabe von Gründen mit. Evergrande hat Schulden von mehr als 300 Milliarden US-Dollar (266 Milliarden Euro) angehäuft, zumeist unter heimischen Investoren. Der Aktienkurs des Immobilienentwicklers war im vergangenen Jahr um nahezu 90 Prozent eingebrochen.

Kreditwürdigkeit von Evergrande herabgestuft

Schon seit geraumer Zeit gibt es Sorgen um die Zahlungsfähigkeit von Evergrande. Für das Unternehmen standen etwa vergangenen Dienstag Zinszahlungen auf ausländische Anleihen in Höhe von 255 Millionen US-Dollar aus, wobei noch eine marktübliche Nachfrist gilt.

Laut chinesischen Berichten vom Samstag wurde Evergrande zudem von den Behörden angewiesen, ein riesiges Wohnprojekt mit insgesamt 39 Apartmentgebäuden auf der südchinesischen Insel Hainan innerhalb von zehn Tagen abzureißen. Das Immobilienprojekt, das sich auf einer Gesamtfläche von knapp 435.000 Quadratmetern erstrecken soll, wurde demnach illegal errichtet. 

Zuletzt stufte neben Fitch auch Standard & Poor's (S&P) als zweite internationale Rating-Agentur die Kreditwürdigkeit von Evergrande herunter - auf Kreditausfall in einigen Bereichen und damit eine Stufe vor dem kompletten Zahlungsausfall.

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Auch andere chinesische Konzerne in Schieflage

Kurz zuvor hatte der Immobilienentwickler mit Sitz in Shenzhen selbst eine Warnung herausgegeben, dass man bei der derzeitigen Finanzlage keine Garantie übernehmen könne, sämtlichen ausstehenden Verpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Gleichzeitig gerieten im Zuge der Evergrande-Krise weitere chinesische Immobilienunternehmen in Schieflage. 

Im Dezember fielen die Aktienkurse der führenden Firmen der Branche auf das niedrigste Niveau seit fünf Jahren. Der strauchelnde Konzern Kaisa etwa holte externe Berater an Bord, um sich aus seiner schwierigen Lage zu befreien. Der Konzern Sunac litt zuletzt ebenfalls unter den einbrechenden Aktienkursen.

Die Pleite des Riesenkonzerns könne die "chinesische Wirtschaft infizieren" und sich schnell zu einer Weltwirtschaftskrise ausweiten, so ZDF-Korrespondent Ulf Röller in Peking über den hochverschuldeten Immobilienkonzern Evergrande.

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