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Jetzt live: Urteil zum Fehmarnbelt-Tunnel

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Tunnel unter der Ostsee - Jetzt live: Urteil zum Fehmarnbelt-Tunnel

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Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet heute über mehrere Klagen gegen den Fehmarnbelt-Tunnel. Das Bauprojekt soll Deutschland und Dänemark unter der Ostsee verbinden.

Nur rund 18 Kilometer trennen Deutschland und Dänemark am Fehmarnbelt, einer Wasserstraße in der Ostsee. Bislang verbinden Fähren die beiden Länder, in 45 Minuten bringen sie Passagiere auf die andere Seite. Ab 2029 soll es nach dem Willen von Deutschland und Dänemark einen deutlich schnelleren Weg geben: unter dem Meer hindurch. Der Fehmarnbelt-Tunnel soll der längste Absenktunnel der Welt werden, der von Autos und Zügen genutzt werden kann - wenn er denn tatsächlich gebaut wird.

Umweltorganisationen, Anwohner*innen und Fährunternehmen wollen vor Gericht verhindern, dass der Tunnel Realität wird. Heute entscheidet das Bundesverwaltungsgericht über insgesamt sieben Klagen gegen das größte Bauprojekt Nordeuropas.

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet über das weitere Vorgehen mit einem der größten Verkehrsprojekte Europas. Naturschützer sehen dadurch die Unterwasserwelt gefährdet.

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Zu laut für Schweinswale?

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) befürchtet etwa, dass die gefährdeten Schweinswale vom Lärm der Bauarbeiten beeinträchtigt werden könnten. Außerdem kritisieren der NABU, dass mehrere Riffe unter Wasser im Bereich der Tunnelröhre in der Planung gar nicht berücksichtigt wurden. Die Fährunternehmen bezweifeln, ob es überhaupt ausreichend Grenzverkehr zwischen Deutschland und Dänemark gibt, der einen Bedarf für das gigantische Bauprojekt rechtfertigt.

Die Projektbefürworter rechnen dagegen vor, dass man künftig mit dem Auto nur noch zehn Minuten, mit dem Zug sogar nur sieben Minuten nach Dänemark brauche - statt der heute 45 Minuten mit der Fähre. Deutschland und Dänemark erhoffen sich nicht nur ein engeres Zusammenwachsen und einen Schub für die strukturschwache dänische Region Lolland, sondern auch kürzere Reisezeiten auf langen Zugstrecken, zum Beispiel von Hamburg und Kopenhagen.

Der Bau des knapp 18 Kilometer langen Tunnels zwischen Fehmarn und Dänemark ist stark umstritten. Naturschützer klagen, das Bundesverwaltungsgericht entscheidet, ob das 7,4 Milliarden Euro teure Projekt umgesetzt wird. Heute beginnt das Verfahren.

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Rinne am Meeresboden, Straßen an der Luft

Der Tunnel soll von Dänemark gebaut und mit rund acht Milliarden Euro finanziert werden, die deutsche Seite baut dafür ihr Straßen- und Eisenbahnnetz für rund vier Milliarden Euro aus. Am Meeresboden soll eine Rinne gegraben werden. Die 217 Meter langen Tunnelelemente sollen an Land hergestellt werden und dann nach und nach im Meer versenkt werden, jedes Element wiegt rund 70.000 Tonnen.

Wie das Bundesverwaltungsgericht entscheiden wird, ist offen. Viele Verfahrensbeteiligte halten es für wahrscheinlich, dass die obersten Verwaltungsrichter*innen an einigen Punkten Nachbesserungen fordern werden, etwa bei den Riffen. In einem ergänzenden Verfahren könnten die Fehler dann nachgebessert werden, erst anschließend dürfte mit dem Bau begonnen werden.

In dem dreiteiligen Sommerschwerpunkt nimmt "Terra Xpress" die Zuschauer mit auf eine Reise quer durch Deutschland. Zum Auftakt ist Lena Ganschow an der Küste unterwegs.

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Stadt Fehmarn: Freiwillige Feuerwehr mit Brandschutz überfordert

In zwei weiteren Klagen geht es eher um Detailfragen. Die Stadt Fehmarn wehrt sich dagegen, dass sie für den Brandschutz im Tunnel sorgen soll. Sie sei mit ihrer freiwilligen Feuerwehr überfordert. Außerdem fordert ein Landwirt bessere Bedingungen, unter denen seine Grundstücke während der Bauarbeiten genutzt werden.

Egal, wie das Bundesverwaltungsgericht entscheiden wird: Das Urteil ist in jedem Fall rechtskräftig. Es gibt keine Berufung oder Revision dagegen.

Christian Deker ist Redakteur in der ZDF-Redaktion Recht und Justiz. Dem Autor bei Twitter folgen: @christiandeker

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