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Mindestpreis für Flugtickets? - "Abheben" könnte bald teurer werden

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Extrem günstige Flüge könnten bald Geschichte sein. Bundesfinanzminister Scholz plädiert für einen Mindestpreis für Flugtickets. Die Lufthansa begrüßt den Vorstoß – aus gutem Grund

Anzeigentafel am Flughafen München.
Anzeigentafel am Flughafen München.
Quelle: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Für 99 Cent nach London fliegen. Das war einmal möglich. Dazu kamen dann nur noch Steuern und Gebühren. Am Ende landete man dann vielleicht bei 19,99 Euro. Unschlagbar günstig, von Bus und Bahn nicht zu toppen, von anderen Fluglinien auch nicht.

Vor allem aber war es Frevel an der Umwelt. Es war die Zeit vor dem Höhenflug der Grünen, der "Fridays for future"-Bewegung und der Corona-Pandemie.

Die Corona-Krise hat der Lufthansa für 2020 einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro eingebracht. Hoffnung setzt die Airline zunächst auf eine Rückkehr des Reisegeschäfts im Sommer.

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Scholz bringt Preisuntergrenze ins Spiel

Mitte Mai hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) dem Sender ProSieben gesagt, er wolle gegen Billigflüge vorgehen und eine Preisuntergrenze setzen. Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock von den Grünen brachte das Verbot von Kurzstreckenflügen ins Spiel.

Nun äußerte sich die Lufthansa zu den Vorstößen seitens der Politik.

Wenn Mindestpreise heißen, dass Airlines ihre Kosten decken müssen und nicht Phantasiepreise unterhalb der anfallenden Steuern und Gebühren aufrufen dürfen, dann ist das legitim,

sagte Lufthansa Vorstandsmitglied Harry Hohmeister heute den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Lufthansa lehnt zusätzliche Flugsteuern ab

Zusatzsteuern wären aber gerade jetzt in der Krise kontraproduktiv, so Hohmeister. Die Lufthansa und andere Airlines plagt nach eigenen Angaben schon die Luftverkehrssteuer.

In normalen Zeiten, also vor der Pandemie, bringt diese etwa eine Milliarde Euro im Jahr für den Staatshaushalt ein, so Lufthansa. Hinzu kommt, dass die Kerosinpreise weiter steigen. Das dürfte das lang ersehnte Fliegen nach der Pandemie verteuern.  

Lufthansa sieht sich nicht als Konkurrent der Bahn

Zur Debatte um ein mögliches Verbot von Inlands- und Kurzstreckenflügen sagte Hohmeister, Lufthansa habe Inlandsflüge seit Jahren immer dort aufgegeben, wo die Bahn konkurrenzfähig ist.

Für bestimmte längere Strecken und als Zubringer für Langstreckenflüge blieben innerdeutsche Flüge wichtig für die Gesellschaft und die deutsche Wirtschaft.

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