Sie sind hier:

Elektromobilität - Fortschritte bei Ladenetz für E-Autos

Datum:

E-Autos sollen bald den Durchbruch auf den Massenmarkt schaffen. Doch wo können die Fahrer ihre Fahrzeuge auftanken? Ein Blick in neue Daten gibt interessante Einblicke.

Ein Elektroauto wird an einer Ladestation geladen, Düsseldorf, 08.08.2019.
Bei der Ladeinfrastruktur für E-Autos gibt es in Deutschland noch Nachholbedarf.
Quelle: dpa

In Deutschland gibt es deutliche Fortschritte beim Aufbau von Ladepunkten für Elektroautos - aber noch große regionale Unterschiede. Während in Großstädten und Ballungsräumen inzwischen vergleichsweise viele Ladestationen zu finden sind, bestehen auf dem Land noch viele "weiße Flecken". Das geht aus einer Auswertung des Energieverbandes BDEW hervor. Der Verband sieht insgesamt eine "Dynamik" beim Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit rund 24.000 öffentliche Ladepunkte - das sind fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Schnellladestationen liegt laut BDEW-Ladesäulenregister bei rund 15 Prozent. Demgegenüber stünden derzeit rund 220.000 E-Autos und Plug-in-Hybride, so der BDEW. Im Durchschnitt würden sich damit gerade einmal neun E-Autos beziehungsweise Plug-in-Hybride einen Ladepunkt teilen.

Zentrale Rolle im Klimaschutzprogramm

80 Prozent der Ladevorgänge würden Zuhause oder am Arbeitsplatz stattfinden. "Umso wichtiger ist es, dass im privaten Bereich jetzt endlich die Hürden für den Aufbau von Ladeinfrastruktur abgebaut werden. Das sollte sich die Politik weit oben auf ihre Agenda für das neue Jahr setzen", sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae.

In den kommenden Jahren sollen E-Autos den Durchbruch auf dem Massenmarkt schaffen. Die Elektromobilität spielt eine zentrale Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, mit dem die Klimaziele 2030 vor allem im Verkehr erreicht werden sollen. Dafür wird bis 2030 eine Zahl von sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland als notwendig angesehen. Die Bundesregierung hatte einen "Masterplan Ladeinfrastruktur" vorgelegt, mit dem der Ausbau der Ladesäulen beschleunigt werden soll. Ziel ist ein flächendeckendes und kundenfreundliches Ladenetz.

Die meisten Ladepunkte in Bayern

In München und Hamburg gibt es laut BDEW die meisten Lademöglichkeiten: München sei mit 1.103 Stationen an Hamburg (1.070) vorbei gezogen. Berlin (974) folgt an dritter Stelle. Dahinter liegen Stuttgart (405), Düsseldorf (225) und Leipzig (215). Mehr als 75 Prozent der öffentlichen Ladepunkte würden von Energieunternehmen errichtet und betrieben, so der BDEW.

Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, liegt in absoluten Zahlen Bayern vorne - mit 5.656 öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Es folgen Baden-Württemberg (4094) und das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen (3.880).

Energiewirtschaft soll Leitfaden erstellen

Bei der Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte je 1.000 Quadratkilometer sind Hamburg (1.417) und die Hauptstadt Berlin (1.093) an der Spitze. Es folgen Bremen (286), Baden-Württemberg (115), NRW (114), Hessen (82) und das flächenmäßig größte Bundesland Bayern (79). Die wenigsten Ladepunkte je 1.000 Quadratkilometer gibt es in den ostdeutschen Ländern Sachsen-Anhalt (16), Brandenburg (12) und Mecklenburg-Vorpommern (9).

Mitte Dezember hatte es ein Spitzentreffen von Bundesregierung und Energiewirtschaft gegeben. "Unser Ziel ist, dass bald niemand in Deutschland sagt: "Ich kaufe mir kein E-Auto, weil ich nicht weiß, wie und wo ich es laden soll", hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gesagt. Vereinbart wurde, dass die Energiewirtschaft im kommenden Jahr einen Leitfaden für die Betreiber von Ladeinfrastruktur erstellen soll. Außerdem sollen Genehmigungsverfahren und Prozesse für den Netzanschluss beschleunigt werden.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.