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GDL streikt ab Samstag - Bahnstreik: Ein Viertel der Fernzüge fahren

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Die Lokführer-Gewerkschaft GDL will von Samstag bis Mittwoch wieder weite Teile des Personen- und Güterverkehrs lahmlegen. Jeder vierte Zug soll aber laut Deutscher Bahn fahren.

Die Lokführergewerkschaft GDL will den Bahnverkehr in Deutschland erneut lahmlegen. Von Montag an müssen sich Bahnkunden auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen.

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Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL weitere Arbeitskämpfe angekündigt. Es werde ab Samstag bis Mittwochfrüh gestreikt, teilte die GDL am Freitag mit. Im Personenverkehr beginne der Streik erst am Montag, 23. August, um 2 Uhr. Schon ab Samstag um 17 Uhr werde der Güterverkehr bestreikt. Die Arbeitsniederlegungen sollen am Mittwoch um 2 Uhr enden. "Wir haben erneut Rücksicht auf das vor uns liegende Reisewochenende genommen", sagte Weselsky. "Das werden wir in Zukunft nicht mehr gewährleisten können."

Die Deutsche Bahn will beim Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rund ein Viertel des normalen Fahrplans im Fernverkehr anbieten. Im Regional- und S-Bahnverkehr wiederum peilt die Bahn erneut etwa 40 Prozent des Zugverkehrs an, wie der Konzern mitteilte. 

Die Deutsche Bahn leidet unter dem Streik der GDL. Allein die Pandemie bescherte Milliarden-Verluste und nun fehlen wieder Passagiere. Dazu ZDF-Reporterin Stephanie Barrett.

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Streik dürfte Millionen Fahrgäste betreffen

Bereits in der vergangenen Woche hatte die GDL den Fern- und Nahverkehr bei der Deutschen Bahn über zwei Tage bestreikt. Die Deutsche Bahn richtete einen Notfahrplan ein, musste den größten Teil der Fahrten aber streichen. Im Güterverkehr dauerte der Streik noch einige Stunden länger.

Auch der neue Streik dürfte wieder Millionen Fahrgäste treffen, darunter viele Urlaubsreisende. In zehn Bundesländern sind noch Schulferien.

Scheuer ruft zu Verhandlungen auf

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) appellierte an beide Seiten, wieder zu verhandeln:

Die Lage istwirklich besorgniserregend. Deshalb meine dringende Bitte an beide Seiten: zurück an den Verhandlungstisch.
Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister (CSU)

Sie dürften "die positive Entwicklung nach der langen Covid-Durststrecke nicht durch einen langwierigen Tarifkonflikt wieder zunichte" machen.

Nach vielen Corona-Monaten seien die Fahrgäste zuletzt endlich wieder in die Bahn gestiegen, erklärte Scheuer. "Dass wir all diese Menschen jetzt wieder um Geduld bitten müssen, weil viele Züge streikbedingt nicht fahren werden, ist ein Rückschlag." Auch die Lieferketten seien unter größten Anstrengungen seit über einem Jahr stabil gehalten worden. Durch den Streik verschärfe sich die angespannte Rohstoffsituation für die deutsche Wirtschaft noch zusätzlich.

Im Tarifkonflikt mit der Bahn geht es der GDL auch um die Festigung ihrer Macht. Dazu ZDF-Reporter Carsten Behrendt.

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GDL fordert neues Angebot im Tarifstreit

Die GDL kämpft unter anderem für eine bessere Bezahlung und fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Anders als die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sie in diesem Jahr keine Nullrunde bei den Gehältern akzeptieren.

Die Deutsche Bahn hatte der GDL zwar 3,2 Prozent angeboten, die Erhöhung soll demnach jedoch später greifen als von der Gewerkschaft gefordert. Auch bei der Laufzeit des Tarifvertrags liegen die Vorstellungen beider Seiten noch deutlich auseinander.

Bahn: GDL nicht an Lösungen interessiert

Die Bahn nannte die neuen Streiks eine "völlig überflüssige Belastung unserer Reisenden und unserer Kunden im Güterverkehr". Die GDL-Führung treibe damit ihren "gewerkschaftspolitischen Kampf um Ausweitung und Einfluss auf dem Rücken der Bahnkunden auf die Spitze", kritisierte DB-Personalvorstand Martin Seiler. Der GDL gehe es nicht um Lösungen. "Sie will bei der Bahn in Bereiche, in denen sie bislang kaum Mitglieder hat."

Hessen, Frankfurt/Main: Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), spricht während einer Pressekonferenz in der GDL-Hauptgeschäftsstelle.
FAQ

Streik bei der Bahn - Worum es der Lokführergewerkschaft geht 

Die GDL hat ihre Mitglieder zu Streiks aufgerufen. Der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer geht es dabei um mehr als bloß das Gehalt - es geht um ihre Bedeutung bei der Bahn.

von Hansjürgen Piel
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